Madame Lila

Beiträge vom Februar 2008

μελαγχολια

Freitag, 29.Februar 2008 · Kommentar schreiben

Ich schliesse die Augen und erwache: Dieser Song streichelt meine Gehörgänge, bleibt hängen.
 

Kategorien: Musik

Konfetti ?

Freitag, 29.Februar 2008 · 3 Kommentare

Ich habe mich immer mal wieder gefragt, woher die Konfetti kommen.
Endlich weiss ich es: Es sind die Schnippsel von Abschiedsbriefen .
Und in Frankreich sind sie numal eckig, die Konfetti.

Kategorien: Musik

Yeah

Freitag, 29.Februar 2008 · 5 Kommentare

Kein Traum. Richtiges Leben , noch immer mitten drin, und genau das fühlt sich wundervoll an.
Die Kleider riechen nach Rauch und der Atem nach Single Malt Whisky. Im Kopf die Gespräche, ähnliche Gedanken und wir mögen noch immer das Gleiche.
Ihr ansteckendes Lachen. Lieblingsmenschen und Lieblingsorte.
Und eine Zigarette, der Erinnerungen wegen.
Vor lauter gemeinsamen Ideen, die Purzelbäume schlugen, bin ich hellwach.

Kategorien: Fühlen

…come on baby…

Donnerstag, 28.Februar 2008 · 12 Kommentare

Sie lernte ihn im Sommer kennen, nicht irgendeinen Sommer, sondern in dem Sommer. In späteren Gesprächen wird es immer der Sommer sein, weil damals so viel passierte. Er verbrachte seinen Sommer in dem Dorf am See. Warum wusste niemand so genau. Er auch nicht. Es war einfach so.
Für sie war bald klar, dass er der Mann war, von dem sie in schlaflosen Nächten träumte: Allerdings sahen das andere auch so und man konnte  sehen, dass auf braungebrannten Armen nur noch ein Name gekritzelt war: Guy. So hiess er nämlich. Dass die wenigsten seinen Namen richtig schrieben, schien niemanden zu stören.
Die Jungs schworen sich, die Konkurrenz aus der Stadt war jetzt gross, sie Haare so lange wachsen zu lassen wie er. Ausserdem wollten sie so cool sein wie er.
Sie selber wurde sprachlos, wenn er in der Nähe war. Errötete, was für ein Schmach, und blamierte sich, indem sie über die eigenen Füsse stolperte.
Eines Abends, sie sassen alle um ein Feuer am See, konnte sie sehen , wie er knisterndheisse Blicke ihrer Freundin zuwarf. Diese erwiederte seine Gefühle und als die beiden im Dunkel der Nacht zusammen verschwanden, konnte man das Zerbrechen vieler Herzen hören. Und das platzen vieler Mädchenträume.Fortan war er nur noch mit ihrer Freundin zusammen und der Sommer war vorbei, weil die Sonne nicht mehr schien.

 
Sehr viele Jahre später, sie war inzwischen doppelt so alt wie damals, traf sie ihn wieder. In der Stadt, während sie in allerbester Laune mit ihrer Freundin unterwegs war.Sie hatten getrunken und sie war in Mitnehmlaune, was gefährlich war und sie gab sich Mühe, sich das nicht anmerken zu lassen.Er sah noch immer gut  aus wie damals, die schwarzen Haare lang und inzwischen von silbernen Fäden durchzogen.Diesmal warf er ihr, über alle Menschen in der Bar hinweg, diese Blicke zu. Come on baby…Er sprach sie an, ihr letztes bisschen Vernunft rutschte in den Keller, schien sich aber nicht an sie erinnern zu können. Sie tranken, lachten, erzählten und sie fanden nicht nur viele Gemeinsamkeiten, sondern waren sich auch einig (come on baby) , dass dieser Abend nicht würde enden dürfen.Beide wurden aus der Bar geworfen, man hatte die Stühle schon auf die Theke gestellt und die Gläser abgewaschen. Sie verbrachten die Nacht, was davon noch übrig blieb, auf der Treppe vor der Bar. Küssend. Während der Tag zunehmend die Nacht verschlang.

Sein erstes sms erhielt sie, als sie zuhause ankam: Ist es zu früh, wenn ich morgen anrufe oder zu spät ? Ich will-muss dich wiedersehen…
Das sms schloss mit einem Kuss, oder hunderte, sie erinnert sich nicht.Er kochte für sie und als Dessert gab es sie beide. (Er konnte sich immer noch nicht an sie  erinnern: Sie hatte ihm nicht erzählt wer sie war.)Der Zeitpunkt für eine grosse Liebe, das sei sie für ihn da sei er sich sicher, sei ganz schlecht. Sagte er. Es stehe eine grosse Reise an, die von langer Hand geplant sei.Sie fragte wann der Zeitpunkt der Abreise sei. Freitag, sagte er. In zwei Tagen.Er käme wieder, wolle sie nicht verlieren, in zehn Monaten sei er wieder da.Ob sie auf ihn warte ?
Sie wisse es nicht, sagte sie.
Und sie ging. Behielt äusserlich die Fassung und den warmen Druck seiner Lippen auf den ihren.

Er rief sie vom Flughafen aus an, sie hatten zehn Monate abgemachte Funkstille hinter sich, als er wieder zurück war: Ich muss dich wiedersehen. Ich glaube, liebe dich, habe dich so vermisst.Sagte er. Sie hielt ihr Handy an  ihr Ohr gedrückt und fror, als sie sagte: Nein. Es tut mit leid. Warum nicht ? Fragte er zurück.
Du kannst dich nicht an den Sommer erinnern, an mich. Antwortete sie.

Er rief noch ein paar Mal an die nächsten Tage, ich nahm den Anruf nicht entgegen.

Kategorien: Fühlen

Honky Tonk

Donnerstag, 28.Februar 2008 · 4 Kommentare

Kategorien: Musik

Ja #2

Mittwoch, 27.Februar 2008 · 3 Kommentare

Immer noch ich. Mitten im Leben.
Und das fühlt sich  oh.gif einfach extrem gut an.

Liegt wohl am Jasmintee, den ich heute trinke  und an den kreativen Explosionen.
Ich bin privilegiert, weil ich sie ausleben kann.

Kategorien: Leben

Enjoy

Dienstag, 26.Februar 2008 · 7 Kommentare

Kategorien: Musik

Zahl.Tag

Dienstag, 26.Februar 2008 · 9 Kommentare

Ein kunterbunter Tag. Einer, der sehr kreativ war , mit mindestens drei Lachanfällen und herzerwärmenden Begegnungen .
“Bist du eine Lehrerin ?”Fragt mich ein kleines Mädchen heute.
Ich frage zurück: “Sehe ich denn so aus ?”
Ich fürchte mich vor der Antwort. Sie nickt. (Schlimm ist das…)
“Weisch. Im Kindergarten hatte ich ein Fräulein, die sah aus wie du.
“War sie nett ?”
Sie nickt und zeigt mir beim Lächeln eine Zahnlücke.

Ein Tag der Zahlen. Ich war heute morgen in zwei Geschäften. Im ersten kostete der Einkauf45.45.- . Witzig. Im nächsten Laden betrug der Betrag wieder 45.45.-.
(Ich fuhr heim und grübelte darüber nach, ob ich einen Lottoschein ausfüllen soll. )

Sein Tshirt liegt auf dem Bett, ich drücke meine Nase in den Stoff und atme ein.Ein bisschen aus. Und wieder tief ein. Erschnüffle die ganze Essenz seines Seins. Der Hund ist neidisch auf meine olfaktorische Begabung.

Kategorien: Fühlen

Schublade

Dienstag, 26.Februar 2008 · 4 Kommentare

“Ihre Kinder sind so dumm in der Schule. Und faul sind sie auch und…”

Ich drehe mich nicht um, eigentlich geht es mich nichts an, was die beiden da über eine andere lästern.
Doch: Ich kenne kein einziges, dummes Kind.
Ich kenne Kinder deren Aufmerksamkeitsspanne kurz ist, solche, die Wörter nicht gut konjugieren können oder andere, die den Ball niemals ins Tor treffen.
Und ich kenne Kinder, die müde sind, die einfach keine Lust haben etwas zu erledigen oder die grundsätzlich ein ruhigeres Temperament haben.
Aber ich kenne kein einziges, faules Kind.

Die beiden Ladys sind plötzlich still, schauen mich entsetzt an.

Habe ich laut gedacht ?

calvin_hobbes1.jpg

Kategorien: Denken

FünfpunktKäfer

Montag, 25.Februar 2008 · 2 Kommentare

Er sieht noch immer verboten gut aus. Ich kann mich im Augenblick nicht an seinen Namen erinnern, während er heftig seine Arme um mich schlingt. Hinter mir stauen sich die Menschen auf der Rolltreppe und schieben mir ihre Ellenbogen schmerzhaft in die Seite. Neben ihm ist ein Kinderwagen und ein kleines Mädchen steht daneben, sie trägt ein Kleid von H&M, Blümchen in pink und Pastell. Ich kann mich an einen  zwei Flaschen Zinfandel erinnern, an Gespräche über Bücher und Mann und Frau und an Mitternachtspaghetti. Mit Thunfisch, weil sein Kühlschrank nichts anderes hergab.An einen Song und daran, dass ich tief in der Nacht meine Schuhe suchte, den anderen Kram und heimfuhr.
“Ich dachte du willst keine Kinder ?!” sage ich.
“Sie sind das Beste, was ich in meinem Leben gemacht habe. “ Erwidert er und ich weiss, dass er recht hat.

Gegen Mitternacht von der Mitbewohnerin geweckt worden, die mir den da zeigen will. Er sei ihr in ihrem Zimmer auf dem Mathebuch gelandet. Was nun ?
Wir zählen seine Punkte, legen ihn auf ein Buch von Sandor Marai. Am nächsten Morgen wird er weggeflogen sein.

Bei einem Frustkauf meine Geldbörse in meiner neuen Schultasche nicht gefunden, bin orientierungslos und lasse die Schuhe stehen. Später werde ich hektisch auf einer Parkbank fündig werden: In einer Seitentasche steckt das Geld. In der anderen das Handy. Irgendwo klimpern die Autoschlüssel.
Noch später wird sich die hektische Suche wiederholen. Ich hasse neue Taschen.

Kategorien: Fühlen