Madame Lila

Beiträge vom August 2008

Sie ist bunt und sie ist lebhaft

Sonntag, 31.August 2008 · 9 Kommentare

Sie ist voller Wiedersprüche, sie atmet ziemlich laut und sie lebt sehr bunt. Beherbergt Strassenkünstler, Punks und schöne Menschen, die bei Zara viel Geld ausgeben.
Eine Mischung zwischen Weltmetropole, gegensätzlicher Architektur und Geschichte. In ihr leben freundliche Menschen die mein Lächeln zurückwerfen.
Sie ist auch eine Stadt des Weines, zur Zeit. Und der Sonne, welche den Menschen erlaubt, die vielen Grünflächen als Liege- Liebe- und Spielwiese zu nutzen.
Und sie ist, nicht zuletzt, auch eine Stadt der Zärtlichkeit.
 
Mir bleibt keine Zeit um die vielen Impressionen zu sortieren, kaum zurück bin ich schon wieder unterwegs: Zwei Tage Seminar stehen an und zuhause werde ich erst Mittwoch wieder sein.
                                         
                                              

Kategorien: Schreiben

Lila im Dschungel

Freitag, 29.August 2008 · 7 Kommentare

Gartenzwerg hielt, was er versprach. Wir schnitten, gruben, rissen, an Gras und Wildkraut. Ich rettete geschätzen hundert Schneckenhäusern das Leben und beruhigte abends Lilith, die ob der ungewohnten Ordnung in ihrem Garten sichtlich verwirrt herumirrte. Ihre Schlafplätze im hohen Gras sind nicht mehr und sie muss sich neu organisieren. Der wilde, kreative Dschungel wich einem englischen Rasen, auf spiessige Schweizernorm getrimmt. Gartenzwerg, der zeitweise davon erzählte, dass er sich eigentlich als Gärtner berufen fühlt, (ob du jetzt Menschen oder einen Dschungel coacht, macht keinen grossen Unterschied…) , machte die alte Feuerstelle wieder zugänglich und erlaubte es uns, im Dunkel der Nacht ein Feuer zu machen. Dort Wein zu trinken und darauf zu warten, dass uns ein Stern auf den Kopf fällt.
Danke dir, mein Lieber, für alles.
 
Da war dann noch dies: Sie kommen. Endlich. Was mein altes Rockherz zu wummern bringen würde, sie live zu sehen, passt von den Terminen nicht.
Das einzige, das mich davon abhält in tiefsten Trübsinn deswegen zu fallen, ist der Gedanke, mit ihm morgen an einen Flohmarkt zu gehen.
Lila liebt Flohmärkte, fast so sehr wie Rockkonzerte. Also werde ich mich auf die Reise nach Norden begeben heute und hoffen, dass er mich
davon abhält, am Sonntag mit einem Berg an Fundstücken den Heimweg anzutreten.
Zerbersten fliegende deutsche Teller genauso schön, wie ihre schweizer Kollegen ?
 
Bahnfahren ist gut, um einen Sommer an verpasstem versommerten verschlamptem  ich-hatte-keine-Zeit Studium aufzuholen. Da ich nächste Woche wieder Seminar habe, passen aktuell nur Bücher in meine Tasche. Und ein roter Lippenstift. Was brauche ich auch Kleider oder Schuhe ?!
 
 

Kategorien: Schreiben

Geniess es…

Donnerstag, 28.August 2008 · 4 Kommentare

Schöne Tage sind die, an denen man sowas vor der Tür findet.
Während frau kurz einkaufen gewesen ist :
Du bist wundervoll, geniess dein Wochenende !
Steht da.

Merci !

Kategorien: Schreiben

Das Chaos ist purpurlila

Donnerstag, 28.August 2008 · 12 Kommentare

Madame Lila ist eine post it Frau.
Meine to do sind auf kleinen post it Zetteln notiert, bunt und manchmal nach Prioritäten geordnet. Wobei, von Ordnung kann keine Rede sein: Sie kleben einfach überall, sofern sie es tun.Ich bin zudem Besitzerin von drei Agenda, weil ich mich nicht entscheiden kann, welche ichbenutzen soll : Mein Moleskine ist mein liebstes, schwarz und puristisch, aber meistens nicht zur Hand. Also schreibe ich Termine in dasjenige, das eben grad zur Hand ist. (Bezeichnend, dass ich Termine vergesse. Da die an dem Tag wichtigen Daten eben in der Agenda stehen, die nicht in meiner Nähe liegt)Und habe eine alte Wandtafel, die ich liebe, aus dem Bestand einer Schule. Mit Kreide schreibe  oder zeichne ich
die Dinge hin, die ich aus dem Supermarkt besorgen muss. Da steht beispielsweise Milch drauf. Oder Reis. Oder Pinzette. Das letzte steht dort seit geschätzten drei Monaten.
Weil die Wandtafel so sperrig ist, nehme ich sie nicht mit, wenn ich einkaufen gehe. Der kleinste Mitbewohner hatte damals einen Dorn im Fuss, zu dessen Entfernung eine Pinzette von Nöten war.Ich glaube, der Dorn ist noch immer drin, Sohn hinkt seither ein bisschen, ansonsten geht es ihm gut .
Eine Pinzette haben wir noch immer nicht.
 
Ich bin ein divergent denkener Mensch, kreativ, voller Inspiration und Ideen. Dass ich nicht linear denken kann,
weiss ich. Eine to do Liste zu führen, macht Spass: Einfach immer wieder neues anfügen, aber keinesfalls etwas davon erledigen.Weil post it vollzukritzeln ist kreativ, sie hinzuhängen auch. Gelb neben rot und rosa neben blau.
Sie punktuell zu erldigen, entspräche der linken Gehirnhälfte, und die scheine ich nicht zu haben.
 

 

 

 

Beispiel einer to do Liste. Im Net erstöbert.  

Kategorien: Schreiben

Im Dschungel

Mittwoch, 27.August 2008 · 10 Kommentare

Morgen habe ich einen Gartenzwerg !
Mir wurde, von ihm selbst, versprochen, dass er ausgezeichnet Rasen mähen kann. Sträucher schneiden und Garten umgraben.
Er versicherte mir sogar, dass er das umsonst tut und ausgesprochen gern.
Zugegeben: Hilfe kann ich brauchen. Wenn das Grün  weiter so produktiv wächst, wird es villa lila bald einnehmen.
Überlege mir den Kauf einer Machete, falls Gartenzwerg sich doch überschätzte, kann ich mir wenigstens den Hauseingang frei kämpfen.
 
 
Was kostet eigentlich ein Schaf und wieviel Quadratmeter Gras frisst es täglich ?

Kategorien: Leben · Sehen

Ich bin ein Dieb

Mittwoch, 27.August 2008 · 6 Kommentare

Ja, das ist tasächlich so.
 
 -Hallo. Ich bin Lila und ich stehle.
 -Hallo Lila (im Chor)
 
Ich stehle keine Schuhe und nicht Seelen: Das eine wird mir freiwillig gegeben (oder auch nicht) und auf das andere stehe ich nicht besonders. (Und bin trotzdem eine Frau)
Meine Neigung zur Kleptomanie beschränkt sich ausschliesslich auf eine bestimmte Jahreszeit.
 
Was klaut Lila ?

Kategorien: Schreiben

..und wieder eine Kerze mehr

Dienstag, 26.August 2008 · 2 Kommentare

Du bist auf hohen Schuhen, wehenden Haaren und hochgerollten Jeans in mein Leben gehüpft.
Hast dies nicht etwa zögerlich und leise getan, sondern laut lachend .mit einer herzlichen Umarmung.
Da bist du jetzt drin, Zimtfrau, in meinem Herzen und da bleibst du auch.
 
Happy Birthday !

Kategorien: Schreiben

Von Scherben und gefallenen Kürbissen

Dienstag, 26.August 2008 · 3 Kommentare

Sie stand barfuss inmitten unzähliger Sonnen, die gross und leuchtend in ihrem Garten wuchsen. Schnitt die Nabelschnur eines Kürbis durch und trug ihn in beiden Händen sorgfältig aus dem Feld heraus. Wollte ihn neben die Eingangstür stellen, Sonnenkürbise vermitteln immer eine kindliche Fröhlichkeit, als er plötzlich vor ihr stand.
Er sagte Dinge, die sie wütend machte und sie verletzte. Sie mochte seine Haare nicht, die er sorgfältig über seine Glatze kämmte und sie mochte seinen sauren Geruch nicht, den er verströmte. Äusserlich blieb sie ruhig, sie trug noch immer den Kürbis in ihren Armen, als er ihr ein Bein stellte. Sie flog hin, den Kürbis noch immer umklammernd wie eine rettende Boje.
Ob er lächelte, als sie sich aufrappelte, konnte sie nicht sehen. Es wäre ihr auch egal gewesen.
 
Sie zerschlug anschliessend drei Teller und mit jedem Zerbersten brach ihre Wut entzwei .Bekam zwei (oder drei) gedankliche Umarmungen aus dem Norden und einen Schirm aus dem Westen. Der Schirm, so ist es gedacht, soll ihr helfen wegzufliegen, wie Pan Tau. Falls der sauerriechende sie wieder aufsucht.
 
Keine gute Zeit für Geschirr hier im Haus…Wird der grosse Mitbewohner gelassen sagen, später, wenn sie die Scherben aufkehrt.
Sie wird lachen müssen, bestimmt.
Und der griesgrämige Mann wird immer kleiner in ihrer Erinnerung, so klein, dass sie ihn mit den Scherben in den Abfall wirft

Kategorien: Fühlen · Leben

An der roten Ampel

Montag, 25.August 2008 · 7 Kommentare

Heute habe ich tatsächlich viel effektiver gearbeitet als gestern. Ich war richtig produktiv .
Dass ich gestern mehr oder weniger planlos auf der Station herumirrte, hatte wohl mit der Tatsache zu tun,
dass ich unter den Folgen der Party litt.  Kopfschmerzen unterworfen war  und mich gefühlsmässig  auf einer
sich drehenden Schaukel befand.

Das schönste Kompliment heute: Schwester, sie haben so liebe Hände.
Während ich nonverbal versuche, eine demente Frau auf der emotionalen Ebene zu erreichen.

Woran ich erkenne, dass ich eine Frau bin ?
Ich kann dem inneren Drang nicht wiederstehen, das ganze Wohnzimmer umzustylen, weil das 
neue Kissen ein neues Raumgefühl verlangt. Es müssen neue Bilder her, eine neue Lichtquelle und
ein neues Sofa. Passend zum Kissen. Wegen knapper Geldquelle, wird das versetzen des Wohnzimmers ins Esszimmer in Erwägung gezogen.
Oder ein Umzug in ein neues Domizil, passend zum Kissen.
   

 

 

Da waren doch noch 3 doors down , deren Song ich gerne mal hören würde, wenn ich an einem Rotlicht stehe
mit meinem Auto.Vielleicht würde er mich auch an der Weiterfahrt hindern.

 

 

 
 

Kategorien: Leben · Musik

Ich habe die Braut geküsst

Sonntag, 24.August 2008 · 9 Kommentare

 

Ich liege in der Horizontalen und die Welt schaukelt und rüttelt. Draussen ziehen helle Lichter vorbei.
Wenn ich die Augen schliesse, und das tue ich fortan, fühlt es sich so an, als würde ich mich auf einer
Schaukel sehr schnell eindrehen. Und wieder ausdrehen.
Ich kann den lauten Motor eines Autos hören und mein Gefühl ist ein wundervolles.
A. sitzt vorne und zupft an meinen Stiefeln.
 
R : Lass sie in Ruhe (barsch)
A.: Ich wollte nur sehen, ob sie schläft
R : Sie schläft. Das siehst du ja
A : Ich war nicht sicher. Vielleicht ist sie ohnmächtig ? (leise)
R : Bestimmt nicht. Lass sie jetzt schlafen ! (wütend)
 
Ich glaube, ich liebe Hochzeiten. Unser Auftritt gelang trotz oder gerade wegen anfänglichem
Chaos. Unser geteiltes Lachen war ein frohes und ein lautes.
Diejenigen von uns die keinen Ring am Finger tragen, sind jetzt in der Minderheit.

Kategorien: Fühlen · Leben · Sehen