Madame Lila

Beiträge vom November 2008

hands

Sonntag, 30.November 2008 · 7 Kommentare

haende-1

Kategorien: Schreiben

Moules

Samstag, 29.November 2008 · 7 Kommentare

muscheln

Lila ist, zumindest kulinarisch gesehen, in der Bretagne gelandet.
Erwachte an einem fremden Ort, umschlungen und geliebt.

Kategorien: Schreiben

Dream on

Freitag, 28.November 2008 · 5 Kommentare

Manchmal träume ich, mit offenen Augen. Oder mit geschlossenen, je nachdem.
Träume davon, fliegen zu können und mir die Welt von oben anzusehen. Und vielleicht den Plan zu erkennen, der mein Leben bestimmt.
Oder davon, pubertäre Träume die noch immer blubbern, einmal die Gitarre in den Händen eines Virtuosen zu sein. Fühlen.
Träume von Momenten, in denen ich die Wahrheit erkenne, die hinter allem steckt. Der Gedanke, die allerschönsten Augenblicke in die Länge ziehen zu können, dass sie niemals aufhören: Die Wärme seines Körpers an meinem spüren und mich dabei auflösen.

Träume, die manchmal nicht in Worte gefasst werden können. Die auf keine Leinwand passen und nicht gemalt werden können.

Wir sollten öfters träumen. Vielleicht werden Träume dann wahr.

Kategorien: Denken · Leben

Alter Bridge

Donnerstag, 27.November 2008 · 3 Kommentare

Pssst. Leise. alterbridge-blackbirdbig1
Meine rockgeschädigten Hörzellen versuchen gerade sich zu regenerieren: Hinter mir liegt das allerfeinste Konzert seit langem.
Nicht nur von der technischen Brillianz, mit der gespielt wurde, sondern auch von der Stimmung im x-tra her. Der charismatische Frontmann mit der vier Okatevengänsehautstimme streichelte meine Seele, während Mark Tremonti mit seiner unschlagbaren Gitarre sich in meinen Gehörgängen festklebte.
Ein Publikum, das schon bei der schottischen Vorgruppe Logan (erinnerte mich mit seiner Stimme an Eddie Vedder von Pearl Jam !) so abging, dass aus dem kalten Wintertag eine sommerliche Session wurde.
„Sind das Zigarettenfilter da in deinen Ohren ?!“. Ja, das ist so. Zugegeben: Ich war es ja, die mit der Nasenspitze die Bühne berühren wollte. (Lila neigt zu Übertreibung. Es waren schlicht zwanzig Meter, die uns von der Band trennten.)Während des Konzertes flog ich weg, driftete im musikalischen Universum herum und währe nicht Pi an meiner Seite gewesen, der mich immer mal wieder weckte, „Schau…er spielt jetzt mit der *** Gitarre“, wäre ich wohl verzückt in eine Agonie gefallen.
 
Wer dabei war gestern, weiss was ich meine. Wer es verpasst hat: Schade für euch.

Kategorien: Musik

Tellerzerdeppertage

Dienstag, 25.November 2008 · 9 Kommentare

Ich werde gefoltert, vom Leben.
Nach einem Arbeitstag, der mit medizinischen Notfällen voll war, musste ich eiskalt duschen. Nicht weil es mir entsprach, sondern weil kein Warmwasser zur Verfügung stand. Villa Lila pinkelt mir mal wieder ans Bein. Zudem ist mir meine Munition ausgegangen: Keine Teller da, die sich anbieten um sie an die Wand zu werfen.
Ersatzweise boten sich ausnahmsweise Tannenzapfen an, die mit einem trockenen stooonnkk an alten Nussbäumen bersten. Sehr gut.
 
Das Highlight des Tages: Die Vorfreude auf diese Kerle morgen. Alter Bridge. Endlich.
Who is gonna save you
When I’m gone?
Who’ll watch over you?
Who will give you strength
When you’re not strong?
Who’ll watch over you
When I’ve gone away?
Snow is on the ground
Winters come
You long to hear my voice
But I’m long gone

Kategorien: Schreiben

Back

Montag, 24.November 2008 · 9 Kommentare

Survivaltraining in Villa Lila während fünf Tagen. Da wir jeglicher Internetkommunikation beraubt wurden, blieb uns unerwartet viel Zeit um zu küssen streiten versöhnen lesen und wir waren kreativ in der Suche nach Alternativen . (Wie verschickt mensch eine wichtige Berichterstattung pünktlich zu Redaktionschluss, wenn nichts mehr geht ? Antwort: USB Stick und bei Madame Canela andocken. Fazit: Funktioniert . Kostenlos feinsten Sherry und gute Gespräche inklusive. )
Ich entdeckte Wäscheberge Katzen, die schon lange nicht mehr so ausgiebig gestreichelt wurden, wie die letzten Tage. Sah den fallenden Schneeflocken beim Tanzen zu.
Las hundert Seiten in meinem derzeitigen Lieblingsbuch. Entwarf Geschichten, die nur noch geschrieben werden müssen. Hörte stundenlang meine CD Sammlung durch.
Fand Zeit, mithilfe meiner männlichen Bodyguards, endlich den Holzhaufen zu einem schweizkonformen Berg aufzuschichten.
(Mein Nachbar freut sich darüber. Ordnung muss sein. )
Dann endlich funktioniert das Net wieder und meine Mailbox überquillt !
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Ich…Ich….meine sozialen Kontakte im Net fehlten mir. seufz1

Kategorien: Schreiben

Grellweiss

Samstag, 22.November 2008 · 4 Kommentare

Gerüchten zufolge ist Lila vom Winde verweht. Oder, um weiteres anzugehen, schreibfaul.
Was hämisch, hinter vorgehaltener Hand gesagt wird und nichts anderes bedeutete als: Ihr fällt nichts mehr ein.
Ebenso falsch wie: Sie wurde von einer Lawine mitgerissen. Und sie wurde auch nicht gegen ihren Willen in eine andere Galaxy entführt.
Schöner und, gedanklich eher der Tatsache entsprechend : Sie floh auf eine stille Insel ohne Glasfaserkabel und WLAN.

Mehr darüber ab Mittwoch. Dann wieder druckfrisch .

Kategorien: Schreiben

Giftgrün

Mittwoch, 19.November 2008 · 5 Kommentare

strumpfe-0061

 

Ich kann bei soviel Farbe nicht anders als zu grinsen. An mir herunter zu sehen und zu denken: Bedeckte Körper sind okay.
Unbedeckte auch. Und Lächeln sowiso.
Bunte Blicke erlaubt.

Kategorien: Schreiben

Bauer sucht Frau

Dienstag, 18.November 2008 · 19 Kommentare

Er sucht eine Frau. Das allerdings schon so lange, dass er nicht mehr wirklich daran glaubt, jemals eine passende zu finden.„Wie sollte sie denn sein, die Frau ?“, frage ich ihn, als wir uns über den Weg laufen. „Ich bin da nicht heikel, bauerfraueinfach nicht so ein Hungerhaken !Diese dürren Gestelle da, die fallen doch gleich um…“ Ich muss dazu sagen, dass er selber von eher geringer Grösse und dafür grossem Umfang ist.
Sie müsse, erklärt er mir ungefragt und in plötzlichen Redeschwall kommend (er ist kaum zu bremsen) , sie müsse gut kochen können. Nicht so ein moderner Frass, der nicht satt mache. Da habe er doch lieber ein rechtes Stück Fleisch auf dem Teller, jetzt sei ja die Zeit der Blut- und Leberwürste.
Ob ich das auch gern habe? „Nun, ich esse keine Säugetiere. Nur Geflügel, wenn überhaupt.“ Seine Augen weiten sich, er taxiert mich von oben bis unten, findet offenbar gefallen an dem , was er sieht und sagt versöhnlich: „Naja. Schaden tut dir das Hühnerzeug offenbar nicht.“- er lächelt anzüglich, und fügt an:“Die Frauen von heute wollen ja nicht mehr arbeiten. Ich müsste eine haben, die im Stall mit anpackt. Und dann wollen die doch nur noch abends in dem Internet sein. Oder tanzen gehen. Nein, nein…“Er winkt ab.

Die Suche gestalte sich schwer. Eeemanzen, er zieht das e in die Länge und kaut darauf herum, bevor er auf den Boden spuckt, so eine käme ihm nicht ins Haus. Eine Frau müsse einfach auch Holz vor der Hütte haben: „Verstehst du ?“ Seine Hände hält er so, als wiege er Melonen ab.
Ich verstehe, schon länger als er denkt ,verstehe ich.
Er kommt verbalisierend in Fahrt und erklärt mir, dass die Frau auch jassen können muss, da er die Sonntage doch gerne in der heimischen Stube verbringt, beim Kafiträsch trinken und mit seinen Freunden Karten spielend. Er gehe auch gerne mal auf volkstümliche Feste, das müsse sie auch mögen. Wäre zudem von Vorteil, wenn sie die Bäuerinnenschule abgeschlossen habe, der Garten sei doch recht gross und seine Mutter bräuchte dabei Entlastung. Und das Geld, jesses, so eine die das Geld für Schminke und unpraktische Kleider ausgebe, so eine käme ihm ja nicht ins Haus.Oder gar auswärts arbeiten gehen ? Schon gar nicht, die Frau gehöre ins Haus und sonst nirgens hin.

Er kratzt sich dabei im schütteren Haar, zieht ein Taschentuch aus der Hosentasche und schneuzt sich geräuschvoll.
„Siehst du. Es ist nicht einfach in der heutigen Zeit eine passende Frau zu finden !“
 Ich nicke, schlucke das Lachen runter und sehe zu, dass ich weiter komme. Er müsse eh in den Stall, sagt er, und setzt seinen Weg fort.
 
 

Kategorien: Leben

Murmeltiertag

Montag, 17.November 2008 · 5 Kommentare

Der Tag, an dem ich all die kleinen Dinge tat, die alleine mehr Spass machen: Im sexy Look, bestehend aus gestrickten Socken (bis zu den Knien hochziehen. Wichtig), alten Jeans und dem Pullover, der mir bis fast zum Beginn der Ringelsocken reicht.

Chillen, stundenlang auf den Bildschirm des Lap starren, ohne eine wirkliche Inspiration für den redaktionellen Text zu haben. Die Füsse an den warmen Fellbauch des Hundes wärmen. Mich auf dem Sofa einrollen und lesen. Zwischendurch zum leeren Kühlschrank trippeln, dort enttäuscht nichts finden, zurück zur Kuschelecke. (Um es eine Stunde später wieder dort zu versuchen, mich gleichem, ernüchternden Ergebnis:) Mit der Katze in ebensolcher Schmuselaune auf den Beinen die CD’s durchhören . Diese kleine Verräterin steht auf Boygroups, aber, zugegeben, dieser Song ist traum-haft.
Dann, mitten am glücklichen Nachmittag, in die Badewanne tauchen und als schaumgeborene Venus mit schrumpligen Fingerspitzen wieder auftauchen.
Die Mails lesen und, was für ein guter Tag, im Schrank ein längst vergessenes Bounty finden. Es aufessen .Dabei mit mir und der Welt so versöhnt, dass ich beschliesse, komatös in den Winterschlaf zu fallen.

Bitte im März wieder wecken. Danke.

Kategorien: Schreiben