Madame Lila

Beiträge vom Februar 2009

Wenn der Schuh drückt…

Samstag, 28.Februar 2008 · 15 Kommentare

…kann es sein, dass man irrtümlich die Schuhe von Miss Cornflake an den Füssen trägt.

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Kategorien: Befindlichkeiten · FotoArt

Ultrapink

Freitag, 27.Februar 2008 · 14 Kommentare

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Ich kann so nicht arbeiten.

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edit.

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…hier steckt der Kerl. Er ist immer woanders. Nein, nein ! Es geht mir gut, abgesehen davon.

 

edit/Der Aufkleber vom Laptop ist bei Primecut.ch erhältlich.

Kategorien: FotoArt

push !

Donnerstag, 26.Februar 2008 · 3 Kommentare

push

….wegen grosser Nachfrage.

(Zufrieden jetzt, Männer  ?!)

muhahaha

Kategorien: Fühlen

Was Frauen lieben

Donnerstag, 26.Februar 2008 · 10 Kommentare

Mann. Willst du eine Frau so richtig zum schnurren bringen und sie glücklich machen ? Nein, du brauchst ihre keine Schuhe zu kaufen, nicht mit ihr den schwülstigen Liebesfilm mit Brad Pitt im Kino ansehen, auf die Liebesbriefe (schreibt die noch jemand oder wird nur noch *hdgggfg* ins Handy getippt oder love u via Mail verschickt ?) kannst du auch verzichten. Du musst auch sonntags nicht mit ihr zum Kaffee zu ihrer Mutter fahren und dabei, wenn du schon da bist und da du so kräftig bist, das alte Möbel von ihr in den Keller tragen. (Und dir dabei einen Hexenschuss holen). Du musst sie auch nicht mit einem Regenschirm von der Arbeit abholen, damit sie sich die neue Frisur nicht ruiniert.
Natürlich darfst du das alles tun, sie wird dich deswegen lieben.

Aber zum Schnurren bringst du sie, indem du dich zärtlich ihren Füssen widmest und dich dabei als wahren Kenner in Liebesdingen outest.

(Ich meine damit nicht den Fusssfetischisten, der sabbernd an ihren Zehen lutschen will!)
Ein Mann, der sich den Reflexzonen, die heissen nicht umsonst so,an den Fussohlen widmet. Dies mit einer sanften Massage tut und gleichzeitig die den richtigen Druck ausübt…Gibt so zu verstehen, dass er die Umwege schätzt und kennt, über die er das Ziel glanzvoll fuliminant erreicht. Sie wird umkippen wie ein gefällter Baum und dabei zerfliessen.

Zuweilen kann eine Rückenmassage gleiche Dienste tun. Wenn Mann mit einem überraschenden und geübten Griff zwischen den Schulterblättern präsiz die Verspannung lokalisiert und wegstreichelt. Tut er dies mit warmen Händen, gefühlvoll, ist die Wirkung ähnlich wie bei den Füssen. Mann wundere sich dann nicht darüber, wenn das Spiel plötzlich ohne Kleider weitergespielt wird.
Und die gefühlte Situation so brenzlig wird, das keine Möglichkeit mehr besteht dazu das Bett aufzusuchen. Mann erinnert sich : Sie wird umkippen wie ein gefällter Baum und dabei zerfliessen.

Vorsicht ist also geboten, wenn sich das Liebesobjekt auf einem Stuhl sitzend befindet. Wollte ich nur so erwähnen…Nicht dass es dann heisst: Lila hat es nicht gesagt.
Ausserdem sollte die Fussmassage nicht ins Pflichtprogram genommen werden als eine sichere Nummer, die immer funktioniert, weil sie es dann bestimmt nicht tut. Das Liebesleben ist keine Kür und das Leben kein Eistanz, bei dem Punkterichter Noten für  die vorgegebene Pflichtkür vergibt.

Kategorien: Fühlen · Leben · Lieben

Flugversuche mit Himbeeren

Dienstag, 24.Februar 2008 · 2 Kommentare

Heute stellte ich meinen Wecker wie meistens zehn Minuten zu früh. Damit ich ihn mit der Snooze-Taste quälen kann. Ein paar Takte Musik, ich drücke immer wahllos auf den Tasten herum, aber ich treffe immer. Der Wecker schweigt, für drei Minuten. Ich weiss auch nicht, warum ich das manchmal mache. Vier- fünfmal hin und her. Obwohl die Musik von Maria Mena im Grunde schön ist, wenn ich auch immer nur die ersten Takte des Songs höre. Vielleicht besteht das Lied ja nur aus den paar Takten.
Im Kampf mit dem Wecker, je nach Wochentag dauert es eben länger, segelt das Kissen zu Boden. Die Decke verwickelt sich um meine Beine. Wenn es dann nicht anders geht, und ich aufstehe, stolpere ich darüber. 
Ich rede morgens nur, wenn ich angesprochen werde und niemals, niemals, an einem Arbeitstag vor dem ersten Kaffee. Sonntags ist alles anders. Da geht sogar küssen, vor dem Koffein. Aber küssen ist nicht das gleiche wie reden.
 
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Freiheit allen Schokohasen dieser Welt ! Forderte er heute früh. Ich werde ihm dabei helfen, glaube ich.
 
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Ringelsockenabend. Von einer alten Dame für mich gestrickt. Und ein Pullover in XL bis zu den Knien.Ein Glas Rotwein. Im Tiefkühler finde ich, ganz hinten, Himbeeren von letztem Sommer.  Ich habe Lust auf eine neue Stadt,einen fremden Ort. Lust ein paar Kleider und vangogh13den roten Lippenstift in eine Tasche zu werfen, vollzutanken und mit dem alten Auto (dem ruckligen) loszufahren. Zeit zu haben. Rumlaufen. Szenen und Gefühle entdecken. Irgendwo. Das mit den Lebensentwürfen, die man irgendwann macht, ist es so wie mit den fliegenden Pusteblumensamen: Sobald man sie fangen will, fliegen sie weg und sie müssen neu entworfen werden.
Fürs kleine Glück in mir drin suche ich im Net nach einem Cottage in der Provence. Während ich Himbeeren mit den Finger esse und die Buchstaben auf der Tastatur pinkfarbene Flecken bekommen. Im Frühling fahre ich, ganz bestimmt. Die Provence soll es sein, weil ich da noch was verlorenes finden will.
 
 
 

Kategorien: Fühlen · Leben

Questions #20

Montag, 23.Februar 2008 · 11 Kommentare

WO möchtest du morgen am
liebsten  erwachen ?

Kategorien: Fragen

In der Umarmung gestrandet

Sonntag, 22.Februar 2008 · 2 Kommentare

Die Welt atmet leiser, wenn Schnee liegt. Er fiel über Nacht und war morgens einfach da. Irgendwo war das kratzende Geräusch einer Schaufel zu hören, die den frischen Schnee aus dem Weg schiebt. Die Schneekristalle kitzeln die Häuser, wenn sie fallen. Oder die Äste der Bäume, wenn sie dort kleben bleiben.
Der Hund, der durch den Schnee lief, war nicht meiner. Die Hundeleine trug der Mensch neben mir.

Am Abend zuvor war ich geflüchtet aus der Villa lila. Weil ich einfach die Augen schliessen wollte und meinen Puls nicht mehr spüren, der mein Blut wütend durch den Körper jagte. Ich stieg in mein Auto , liess die brennende Hölle hinter mir. Wie ein innerlich zerbostener Satelit, der sich selber aus seiner Umlaufbahn schoss, strandete ich im Haus mit dem Hund. Atmete dort das erste Mal seit 24 Stunden langsamer. Trotz den Minusgraden draussen, war da wieder die Wärme in mir drin und die Spuren der Wut wuchsen zusammen, schlossen sich.

Die Nähe von bestimmten Mensch ist heilsam. Deren Umarmungen nehmen den Druck von der Seele und wirken wie Neurotransmitter, wie ein Cocktail aus Glückshormonen. Irgendwann wird man die Stiefel wieder anziehen, den Schal um den Hals wickeln und wieder heim durch den Schnee fahren. Das Gefühl ist ein ruhiges jetzt, das Blut fliesst in pochendem Schrittempo.
Auch wenn nichts einfach wieder gut ist, fühlt es sich zumindest wieder so an. Gut. Sehr gut.

Tori Amos – A Sorta Fairytale

Kategorien: Befindlichkeiten · Fühlen

Seile zerschneiden

Samstag, 21.Februar 2008 · 8 Kommentare

Sie tarnen sich gut, das tun sie immer. Kommen als gute Tage daher, reden sich schön in klugen und honigtriefenden Worten. Schmeicheln lächlend, während ihr Atem nach Schwefel stinkt. Aber wer denkt schon an Übles, wenn es im Grunde gut läuft ? Niemand schaut einem Tag, der gut beginnt, unter das Kleid um die gespaltenen Hufe zu sehen, die in hübschen Schuhen stecken. Irgendwann dann schicken sie dir die News, die sie schon den ganzen Tag mit sich herum tragen. Während sie dich in blubbernder Sicherheit wiegen, wie ein kleines Kind, beim einschlafen. Die News kommen oft via Telefon, meistens mit der Stimmen eines Mannes. Oder sie stehen zu zweit plötzlich vor der Tür: „Guten Tag, sind sie Madame Lila ?“ Dann ziehen sie einem den Teppich unter den Füssen weg. Wutsch. Wie ein Zauberer, der das Tischtuch mit einem Ruck wegzieht und , Hokuspokus, das Geschirr nur leicht ins Wanken bringt aber nie zum Bersten.

Was niemand weiss: Lila fällt nicht um. Ihr Leben liess sie barfuss über soviele Ebenen laufen, dass sie als Akrobatin sogar auf einem dünnen Seil jonglieren kann.

Wenn dir dann klar wird, in der ganzen Tragweite, dass dieser Tag dich betrog. Indem er dir einen guten Tag versprach, der schlussendlich der schlimmste Tag dieses Jahres werden würde, bist du alleine. Du stehst da, der Boden unter dir kommt langsam zur Ruhe. Dann zerschneidest du traurig und wütend all die Seile, die sie um dich schlangen. Stellst dich ans Fenster und schreist. Damit du nicht explodierst.

Rammstein – Mutter

Kategorien: Fühlen · Leben

Küss mich

Mittwoch, 18.Februar 2008 · 6 Kommentare

Sie stellte sich auf die Zehenspitzen, spitzte ihren Mund und liess sich von ihm leidenschaftlich küssen. Direkt neben dem Parkplatz, auf den ich üblicherweise mein Auto abstelle. Wenn ich zur Arbeit fahre. Natürlich blubberte mein Herz beim Anblick der beiden und lief vor romantischen Gefühlen fast über. Logo. Lila ist ein emphatischer Mensch.

In meiner akut pubertären Phase, ich war damals wohl gleich jung wie die beiden, die bestimmt jetzt noch aneinander kleben wie siamesische Zwillinge, war ich gefühlte Jahre in den hübschesten Jungen der Schule verliebt. Bis zur Hirnerweichung und Komplettverblödung liebte ich ihn. Natürlich wusste er nichts von seinem Glück, den die Liebe war rein platonischer Art. Bis zu dem einen Abend, es muss  Sommer gewesen sein (Solche Geschichten passieren nie wenn es kalt ist oder schneit. ) als die ganze Clique zusammen am See war. Vermutlich hing ein heller Mond am Himmel und er nahm meine Hand, bevor er  mich fragte: Willst …Wir sassen nebeneinander ,  er  zog an meiner Zigarette und erzählte irgendeine Geschichte, die mich bestimmt vor verliebter Verzückung erstarren liess.
Dann passierte der Wahnsinn. Meine nächtlicheinsamen Träume wurden wahr: Er drehte sich zu mir um und verzog diese wunderschönen Lippen zu einem Kussmund.
Schob diese in meine Richtung und…

Hinweis an die romantischen Leserinnen: Ab hier nicht weiter lesen. Könnte sein, dass die süsse, rosarote Wolke explodiert.

…und küsste mich. Er tat zumindest das, was er dafür hielt. Und machte mich kampfunfähig, schliesslich beherbergte ich seine Zunge in meinem Mund, die mich an den Todeskampf einer verendenden Fisches erinnerte. Meine desillusionierte Lethargie stachelte ihn zu einer weiteren Höchstleistung an, zu der er offenbar beide Hände benutzen wollte.
Ich robbte rückwärts weg von ihm und lernte an dem Abend, dass die Fähigkeit zu küssen wohl nicht jedem in die Wiege gelegt wurde und dass das schöne Äussere eines Menschen nicht auf seine Küsse schliessen lassen.

Parallell dazu ist es wohl so, dass Männer, die nicht mit soviel Schönheit und Charisma gesegnet wurden wie mein Katastrophenküsser am See, allerbeste Küsser sind.
Und: Vielgeküsste Leben länger. Ist statistisch erwiesen.

Kiss me kiss me kiss me!
Your tongue is like poison
So swollen it fills up my mouth

Love me love me love me!
You nail me to the floor
And push my guts all inside out

The Cure: Kiss

Kategorien: Leben · Lieben · Träumen

Anna und die Männer #3

Dienstag, 17.Februar 2008 · 11 Kommentare

„Die meisten Frauen machen es am liebsten in der Missionarstellung. Oder Oben. Das habe ich gelesen.“
Wenn Anna das sagt, dann stimmt es auch: Sie liest sich regelmässig durch die Boulevardmedien.
„So. Und du ? Siehst du es genauso …?“Frage ich sie. Wir trinken einen Latte zusammen.
Sie zögert, dann sagt sie mir, dass sie es gerne mal wieder draussen machen würde.
„Im Schnee ? Saukalt, kann ich dir sagen…“
Nicht dass ich Erfahrung damit habe, mit dem Schnee. Aber ein warmes Kaminfeuer wäre mir hundert Mal lieber.
„An einem Strand. Mit einer untergehenden Sonne eben. DAS wäre mal wieder was …“
Ich frage sie, wann sie es denn an einem Strand gemacht habe. Den Sex. Weil ich davon gar nichts weiss, als ihre Freundin. Und die weiss ja bekanntlich alles.
Sie denkt nach. Dann antwortet sie:
„Das war vorletzten Sommer. An der costa brava. Mit Karl-Heinz“
Karl-Heinz ? Soweit ich mich erinnere, war das einer ihrer Kurzzeitlover. Ein dünner Mann mit einem Putzfimmel, der mich äusserlich immer etwas an Mr. Bean erinnerte.
„Du hast es mit Karl-Heinz am Strand gemacht ?!“
 
„Überrascht dich das ? Ich sagte dir ja immer, dass er mehr drauf hat, als es denn Anschein macht.“
Tja. Sieht so aus. Ein fragender Blick später erzählt sie mir haargenau, wie es gewesen war.
Dass sie zuerst eine Stunde mit ihm am Strand hin und her laufen musste, bis er einen geeigneten Platz bei den Felsen gefunden hatte. Dafür trug er die Tasche, in die er vorsorglich Insektenspray, eine warme Decke, Heftplaster, Kleenex, Fenistilsalbe, eine Taschenlampe, eine Flasche Wasser und einen Feldstecher gepackt hatte.
„Wozu den einen Feldstecher um Himmelswillen ?“
„Was weiss ich ?! Wir haben ihn ja nicht gebraucht …“
Da es noch nicht dunkel genug war, um Sex am Strand zu haben, sass Anna also auf der Thermodecke. (Sie war kariert.Kleinkariert, da bin ich mir sicher. Genau wie er.)
Während er einen immer grösser werdenen Radius um die Decke lief, auf der Suche nach gefährlichen Krabben oder wütenden Seeigeln oder sich selber bewegende Flaschen.
Schliesslich rieben sie sich gemeinsam im Mondlicht mit Insektenspray ein. Bevor es dann zur Sache gehen konnte…

Wie sie dann stimmungsvoll Sex hatten, erfuhr ich nie. Weil ich in einen Lachkrampf verfiel: Zu gerne hätte ich Karl-Heinz bei seinen Bemühungen zugesehen und ihm gar gerne eine Krabbe in den Hintern zwicken lassen.

Kategorien: Leben · Lieben