Beiträge vom April 2009
Liebe und harte Sounds
Mittwoch, 29.April 2008 · 6 Kommentare
Der Nachbar
Montag, 27.April 2008 · 8 Kommentare
Neben seinem alten Haus hat er das Holz für den Winter aufgeschichtet, es reicht mindestens für drei Winter. Harte Winter. Das Holz ist genauso ordentlich aufgetürmt. Die Enden sehen wie blank poliert aus.
Oder darüber, dass eines seiner Hühner vom Fuchs geschnappt wurde.
Dort raucht sie Zigaretten,eine nach der anderen, gibt ihm Anweisungen, wo noch Unkraut wächst, das ihm entgangen ist.
Weil ihr Garten im Grunde viel zu gross für sie beide ist, bekomme ich im Sommer Unmengen von Tomaten, Salat und Karotten. Und er mein schönstes Lächeln dafür. Oder ich fange eines seiner Hühner ein, wenn sie mal wieder flüchten, und scheuche es zurück in den Stall. Dann liegen am nächsten Tag Eier vor meiner Türe.
Kategorien: Befindlichkeiten · Leben
Dämone schlafen nicht, sie tun nur so.
Freitag, 24.April 2008 · 3 Kommentare
Kategorien: Befindlichkeiten · Fühlen
Safrangelb
Donnerstag, 23.April 2008 · 5 Kommentare

Manchmal gibt es nichts zu erzählen. Dann bleibt es still. Zuweilen gäbe es auch aber soviel zu sagen, dass man aus den Bildern kaum verständliche Buchstabenreihen zustande bringt.
Und manchmal ist die Lebenslust so safrangelb und purzelbäumig, dass man die selbstbestimmte Zeit lieber draussen verbringt, als vor dem Rechner.
Bleibst du ?
Dienstag, 21.April 2008 · 1 Kommentar
Kategorien: Lieben
Moses und die Liebe
Montag, 20.April 2008 · Kommentar schreiben
Er hatte diese Aura des Unnahbaren, des ungezähmten Wolfes. Einer, der uns Mädchen damals fast um den Verstand brachte. Einfach, indem er uns nicht beachtete und sich selber zu genügen schien. Wir buhlten um seine Aufmerksamkeit, flanierten entzückt um ihn herum und schworen uns selber alles mögliche, wenn er uns in seinen innersten Kreis schweben lassen würde.
Am Ende des Sommers hatte er noch immer keine von uns erhört, wir waren frustriert.
Hätte er ein Haus mit einer Hypothek, zwei Kinder und eine unzufriedene Frau ? Eine Glatze und einen dicken Bauch ? Würde er vielleicht Mittwochs ins Kegeln gehen oder Sonntags an ein Fussballspiel ? Ein Spiesser, der jeden Samstag den Rasen mäht, sich über die Kinder des Türken nebenan aufregt und glaubt, was in der Blickzeitung steht …?Einer, der die Pizza mit den Händen isst, dabei mit Käsefäden sein weisses Unterhemd beschmutzt und rülpsend Aldi Bier trinkt ?
Und selbstverständlich ging jede von uns schweigend davon aus, dass SIE die Auserwählte gewesen wäre.
Paris und mon amour
Samstag, 18.April 2008 · 3 Kommentare
Ich war in مراكش, in Bombay, in Tokyo, in Dakar und in Jerusalem. Sie alle sind nur eine Metrostation voneinander entfernt. Manchmal tauchen sie auch überraschend auf, gleich um die Ecke.
Paris ist eine schöne Stadt, mit schönen Menschen .Stösst man irgendwann auf weniger schöne Lebewesen, sind es Touristen.
Les Parisien (ich entscheide mich bewusst, sie nicht als Pariser zu betiteln) sind es gewohnt, 2000€ für eine 60m2 Wohnung zu bezahlen und (Sarkozy sei dank) ihren Abfall konsequent in die Mülltüten zu stecken, die überall hängen. Sie sind noch immer ein Volk von Rauchern, das lassen sie sich nicht nehmen, auf keinen Fall. Und sie treffen sich gegen Mitternacht an dunklen Ecken, stehen dort diszipliniert Schlange, um in den noch geöffeneten Tabac ihre Zigaretten zu kaufen. Wer jetzt davon ausgeht, dass sie die Filter zu Boden werfen, der hat recht. Nur liegen sie dort eben nicht im Gully oder auf der Strasse, sondern werden von den Clochard aufgesammelt. Zu Ende geraucht und danach wohl verfuttert.
Eigenartig ist auch ihre Art zu parken: Knallt Mensch beim Rückwärtseinparken auf die Stossstange des anderen, ist man richtig und lässt das Auto so stehen.
Paris ist auch eine freundliche Stadt. Sie nennen dort ihre Hunde und ihre Männer (manchmal auch ihre Nanas) chouchou, ma biche, mon bebe, cherie, mon trésor , mon lapin, mon minou…Klingt doch um einiges zärtlicher als das banale Mausi und Schatzi. Jemand sagte mal zu mir: „Il faut apprendre le français au lit.“ (Man sollte französisch im Bett lernen. ) Immer ? „Non“, war die Antwort. „Aber so oft als möglich“.
Paris ist auch heimtückisch: Sie kippen irgendwas in den Pernod der Touris, dass die anschliessend rund um den grossen Kreisel laufen, an dem sich anfangs ihr Hotel befand. Sie finden das Hotel natürlich dann nicht, und laufen weiter um den Kreisel herum, bis das Weibchen darauf besteht, dass sie genau hier schon mindestens einmal vorbei torkelten liefen. Und den Mann an ihrer Seite dann zielsicher zurück zum Hotel führen. Pernod ist schlimm. Finger weg davon.
Paris ist die Stadt der Metros. Um zur Place de la Nation zu fahren, muss man die 1 nehmen. Oder die 6. Aber niemals die 9, weil die in die andere Richtung fährt. Bei der Metrostation Oberkampf darf man nicht aussteigen, aber lachen über den Namen ist erlaubt.
Paris sehen und sterben. Das dachten sich wohl viele Promis und legten sich zum ewigen Schlaf nieder. Sarah Bernard oder la Piaf blieben uns verschollen, dafür grüssten wir Jim Morrison. Der, so erklärte mir jemand, an einer Überdosis Pernod starb. „Intravenös natürlich !“ Aber klar, ich verstehe.
Paris ist unglaublich. Ich liebe es, immer wieder und wieder. Und Mr. T, mon amour, danke für deine Geduld, die mich durch das Chaos der Metro bugsierte. Der es immerhin über 100 h nonstopp mit mir aushielt. Sogar dann noch ruhig blieb, wenn ich Hunger hatte. Und das will was heissen….


Der Himmel über Paris ist lila
Sonntag, 12.April 2008 · 3 Kommentare

Manchmal lässt es mich wochenlang in Ruhe, aber spätestens dann, wenn die Schwalben wieder zurück sind, kann ich nicht anders als dem Gefühl nachzugeben.
Kategorien: Befindlichkeiten · FotoArt · Leben
The jellyfishkiss
Samstag, 11.April 2008 · 1 Kommentar

Heute in Basel: Jellyfish…Wunderschön anzusehen. Aber küssen möchte doch lieber jemand anderes.
Kategorien: FotoArt