Lila hängt in der Warteschlaufe. Wobei ich keine Ahnung habe, worauf ich warte. Ich bin einfach. Höre Creed, Amorphis (in Erinnerung an das Konzert letzte Woche: Mein Highlight dieses Jahres), und versinke melancholisch in den Texten von Daniel Wirtz.
Ich träume mit weit offenen Augen. Von dem geflüsterten ich-liebe-dich letzter Nacht. Von der Weite des Horizonts, den ich gestern sah, als ich am Bodensee war. Und ich träume von der Skizze, die an der Küchentüre seit Tagen hängt und bald mein nächstes Tattoo sein wird.
Seit meiner wilden Jugend trage ich eine Stern am Arm. Es gibt Dinge, die man sein lassen sollte, auch wenn sie uns manchmal schmerzlich auf Erlebnisse aufmerksam machen, die man gerne vergessen möchte. Ihn entfernen zu lassen, wäre einfach. Den Stern stehen lassen, den Fragen der Mitmenschen zu seiner Bedeutung ausweichen. Immer wieder. Und wieder. Ist eine Herausforderung.
In den letzten Monaten sind sie überall, die tätowierten Sterne. Und meiner ist plötzlich Gegenstand von Fragen anderer Art:“Cool. Du bist voll ‘in’ mit deinem Stern.“
Ich träume mit weit offenen Augen. Von dem geflüsterten ich-liebe-dich letzter Nacht. Von der Weite des Horizonts, den ich gestern sah, als ich am Bodensee war. Und ich träume von der Skizze, die an der Küchentüre seit Tagen hängt und bald mein nächstes Tattoo sein wird.
Seit meiner wilden Jugend trage ich eine Stern am Arm. Es gibt Dinge, die man sein lassen sollte, auch wenn sie uns manchmal schmerzlich auf Erlebnisse aufmerksam machen, die man gerne vergessen möchte. Ihn entfernen zu lassen, wäre einfach. Den Stern stehen lassen, den Fragen der Mitmenschen zu seiner Bedeutung ausweichen. Immer wieder. Und wieder. Ist eine Herausforderung.
In den letzten Monaten sind sie überall, die tätowierten Sterne. Und meiner ist plötzlich Gegenstand von Fragen anderer Art:“Cool. Du bist voll ‘in’ mit deinem Stern.“
Ich lasse stehen. Noch ein paar Wochen. Weil ich immer wieder Lust habe, um nach den Sternen zu greifen. Sie zu pflücken, einfach so.
Mein Leben ist ruhiger in letzter Zeit. Ich bin zwar noch immer fluchtbereit und allzeit mit zuviel beschäftigt, aber es läuft ruhiger. Die grossen Desaster,
Lila die Dramaqueen, sind genauso da in meinem Leben. Aber sie werden abgefedert. Prallen nicht mehr mit voller Wucht in mich rein und stellen mir kichernd ein Bein. Wenn die Troubles sich wichtig vor mir aufblähen, schaffe ich es, sie zuweilen umzupusten. Der Berg ist noch immer da, wird nicht verdrängt, sondern abgetragen.
Und ich bin glücklich.
Und ich bin dankbar.
Für die Wärme in mir und für die der Menschen um mich herum: Sie beflügelt mich und macht glücklich. Immer wieder diese Augenblicke der Nähe mit Menschen: Ein gemeinsames Lachen, Musik die ich geschenkt bekomme, Ich-mag-dich Zettel in meinem Postfach bei der Arbeit, die überbordende Freude der Wölfin, wenn ich heimkomme. Abende mit Freunden, die mich und meine Bedürfnisse spüren und ernst nehmen.
Einen schönen Abend an alle, die mich fühlen können und die irgendwie bei mir sind, und umgekehrt. Danke. Ja, natürlich – danke.
5 Antworten bis hierher ↓
Sofasophia // Mittwoch, 28.Oktober 2008 um 19.52:10 |
darauf einen kommentar zu schreiben, ist nicht einfach. weil dein text so schön ist und so ruhig und alles gesagt ist.
drum sag ich einfach danke.
Mme Lila // Donnerstag, 29.Oktober 2008 um 13.53:36 |
rogerrabbit // Donnerstag, 29.Oktober 2008 um 10.06:13 |
Ich habe mir gleich ne Kerze angezündet und vor mir hin- und hergeschwenkt.
Mme Lila // Donnerstag, 29.Oktober 2008 um 13.54:20 |
hast du weihnachten oder sind wir an einem ichschmelzeweg-konzert ?
rogerrabbit // Donnerstag, 29.Oktober 2008 um 10.06:35 |
Schön geht’s dir gut.