Fühlen

Sterne und Omapakete

Heute auf der Post vor einer alten Dame gestanden. Sie trug eine Handtasche, Dauerwelle und ein Paket in den Händen: Grün mit roten Sternen und roten Tannbäumen. Die Ecken waren leicht eingerissen und mit viel Tesa verklebt. Irgendwie sah das ganze so aus, als hätte ein Kind ein Paket gemacht. Nur mit Mühe der Versuchung wiederstanden sie zu fragen: „Was ist da drin? Hmmm ?“
Socken, selbstgetrickte für ein Enkelkind ? Guetzli, frisch gebacken ? Ein Buch vielleicht  ?
Ich hätte ihr zu gerne das Geschenk blind abgekauft, einfach um zu wissen, was drin ist.

Später zufälligerweise in einen Weihnachtsmarkt geraten. Glühwein getrunken und mir am heissen Becher die Finger gewärmt.
Sterne gekauft, von Behinderten gewerkelt. Ich konnte dem Lächeln der jungen Handwerker nicht widerstehen.

Plötzlich ist Weihnachten doch nicht mehr so weit weg. Und übel ist das Ganze auch nicht.
So gesehen.

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9 Gedanken zu “Sterne und Omapakete

  1. ich gehe am sonntag mit meinem sohn an einen. er fragt mich nämlich jeden tag: mama isch hüt wienachte? wenn chunnt de chlamihaus?

    ich bin ja gar keine deko-tante. aber ich werde ihm im ikea irgendwas mit ängeli oder chlamihäuse kaufen 😉

  2. Da hättest gestern du schon wieder fast mich getroffen! Aber ich habe keine Dauerwelle. Und statt einem Päcktli hatte ich ein grosses Couvert bei mir. Und es war nicht grün sondern weiss. Und ich habe es auch nicht auf der Post aufgegeben, sondern in den Briefkasten geworfen. Aber Sterne waren auch drauf. Und auch ich hatte mit Klebstreifen eine eingerissene Ecke flicken müssen. Und ein Geschenk war auch drin. Und ich kann dir sogar sagen, was es war: Ein Adventskalenderbuch für meinen Göttibuben. So eines, mit einer Geschichte für jeden Tag und einem Poster, auf das man jeden Tag ein weiteres Teil draufkleben kann.

  3. @Rabbit: Nur das Kinderherz nicht verlieren 🙂

    @Canela: Ich beneide dich um die Magie, die der Kleine noch versprüht. Es gibt nichts schöneres, als die Augen eines Kindes, das noch an Samichlaus und Christchindli glaubt.

    @Aqua : Das hast du gebastelt, nicht ? Sooo guet ! Wie ich schon für Canela schrieb: Kinder sind es, die Weihnachten und der Adventszeit Sinn geben.
    Und den Erwachsenen, die eben immer ein bisschen Kind in sich haben.

  4. Nein. Dieses Jahr zum ersten Mal für ihn nicht gebastelt, sondern gekauft… Ist aber trotzdem ein schöner Kalender. Mal schauen, wie das Feedback sein wird.

  5. meine beiden kleinen sind mittlerweile nicht mehr soo klein – doch wenn man in diese kinderaugen schaut, wenn sie weihnächtliches entdecken, dann stupft mich das genügend an, doch wieder mit den beiden „wiehnachts-chrömli“ zu backen und sterne aufzuhängen…

  6. @Aqua (Also…das war bei Twoday definitv besser: Die Bäumchenstruktur bei den Kommentaren. ) : Dann habe ich das da falsch gelesen.
    Jetzt verstehe ich.

    @hierundjetzt: Stimmt, gäll 🙂 . Oder es geht dir wie mir: Meine Mitbewohner backen. All die Mailänderli und Zimstärndli alleine.
    Ich darf dann die Schüssel auslecken.

  7. sommermoon schreibt:

    Für mich, auch wenn ich kein Kind mehr bin :-), ist Weihnachtszeit die schönste Zeit.
    Trotz aller Hektik ist man offner, lieber zueinander, fröhlicher manchmal wenn es das Wetter zulässt… lach
    Ja und dann der Duft von Kerzen, gebackenen Guetzli, „Tannenchres“, Gewürzen……. ach einfach herrlich!

    Auch meine Kinder sind immer gespannt, kribblig in dieser Zeit…… vielleicht auch aus einem andern Grund ;-), doch im Endefekt ist es eine speziell,……. Zeit.

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