Schreiben, Sehen

Der Eremit

 

 

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Einmal noch schloss er die Augen, um hinabzusteigen in die Dunkelheit.
Lange blieb er so, ruhig und friedvoll ging der Atem durch seine Brust, durch die Lagerstatt seiner Seele.
Als er die Augen wieder öffnete, sah er eine Welt, von der alle Schleier abgefallen waren.
Es war die Welt, die er immer in seinem Herzen getragen hatte, immer bereit,

Gestalt zu werden, die aber erst zu leben beginnen konnte,
wenn man sich mit ihr vereinigte,

wenn ihr Puls gleich wurde dem Schlagen des
eigenen Herzens.   

 

Henry Miller, Das Lächeln am Fusse der Leiter

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6 Gedanken zu “Der Eremit

  1. Ist dieses Bild auf dieselbe Weise entstanden, wie das mit dem Phoenix? (Erinnert mich optisch an viele Illustrationen zu Dantes Komödie …)

    P.S.: Ein bemerkenswerter Text. Ich erlaube mir gelegentlich, solchen ausgelegten Brotkrümeln nachzugehen …

    P.P.S.: Für den Tag ein Ohrenkriecher.

    P.P.P.S.: Ja, die Schneckchen im akustischen Hintergrund sind bissken ville. Die muss man sich herausabstrahieren.

  2. @Monsieur…Ahhh ! Das geht nicht, frühmorgens. Um himmels willen. Wo hast du denn den ausgegraben ?!

    Eremit ist wieder sehr pastos und mit viel Sand und Krümel entstanden. Ja.

    Das Buch übrigens ist ein sehr kleiner Einband aus der Suhrkamp Reihe. Passt in jede Tasche und es zu lesen wird dein Leben nicht ändern. Aber. Es wird, wie bei mir, einen besonderern Platz darin haben. (Und eignet sich vorzüglich als Weihnachtsgeschenk für spezielle Freunde) .

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