Staunen

Alles Wurst

Wie allerorts zu lesen und zu hören, reisst die Cervelatpanik die mentalen Gartenzäune der Menschen nieder.  Sie  fordert unisono, ein einig Volk von Schwestern und Brüdern, die Wurst mindestens auf den Grill von Euro 08.
(Was danach kommt, ist in gleichgültiger Ferne. )
Die Kinder sorgen sich um ihre Schulreise: Was ist ein Ausflug aufs Rütli ohne die Servelat (Leser beachte die Flexibilität in der Rechtschreibung) am Ende des Steckens über dem Feuer ?
Grillmänner, es sind ja auschliesslich Männer in genetischer Erinnerung an den Ursprung , den Jäger, schliessen sich in der Migros vor der Fleischtheke zu einer homogenen Masse zusammen und fordern laut die Freiheit der Cervelat.
Her mit der Wurst.
War sie vor ein paar Jahren noch gesundheitlich in Frage gestellt, ist sie heute der Renner: Der Eidgenosse sorgt vor und hamstert die Wurst heimlich und bunkert sie in diversen Gefriertruhen. (Ich wurde auch schon um ein Plätzchen für ein paar Servelat angefragt, musste aber ablehnen. Nicht weil meine schon randvoll mit Würsten wäre, sondern weil ich keine habe. )

All jenen, die um die kommende Grillsaison fürchten, habe ich hier eine passende Alternative.
Gsund und heimisch.
Oder wir zeigen der Welt freundlich wie international wir sein können und geben den Kindern einen Döner mit in den Rucksack, für die Schulreise. Zu den Rüebli natürlich.

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7 Gedanken zu “Alles Wurst

  1. Aber ich brauch doch mein Antibiotika gopf. Die gibt’s nur im Fleisch. Stimmt, die Aepfel können wenigstens mit Pestiziden aufwarten und den vollendeten Geschmack abrunden. Sind Karotten nicht noch mit Tschernobyl DingsBums verseucht? Ich glaub ich bleib bei meinem schweren Kopfsalat, obwohl den auf die Schulreise mitzugeben weder das Gelbe vom Ei noch der Pfeffer der Suppe ist.

  2. Du hast Recht: Das bisschen Nitrat im Salat und die Pestizide machen den Grünkopf ja würzig.
    Und wenn wir keinen Krebs davon bekommen, dann von der Luft oder dem Leben selbst.

    OM 🙂

  3. Was da bei Ihnen mit der Wurst los ist, ist bislang an mir vorübergegangen, madame. Leider, oder vielleicht auch gottseidank. Jedenfalls, finde ich, sollte ein ordentliches Stück Musik aus den wilden 70ern darüberhinweghelfen (wirkt nur, wenn ganz bis zum Ende gehört …)

  4. (Lieber Monsieur, ich habe an dich gedacht heute, in der Pizzeria nämlich. Da stand zu jeder Pizza: T.M.
    Ja. )

    Und den Song konnte ich nicht im ganzen hören, ich war dermassen paralysiert, dass ich den Knopf zum Abstellen eh nicht gefunden hätte: Meine Mitbewohner wurden auf mich aufmerksam und zogen das Netzteil aus dem Läpptopp.
    Ich werde ihnen ewig dankbar sein.

  5. Trailblazer schreibt:

    Wie heist es doch so schön im Werbespot „Schweizer Fleisch,alles andere ist Beilage“, deine Alternative ist nicht wirklich eine.

  6. @Lucia. Es liegt an den Därmen, jenen nämlich, von brasilianischen Rindern. Da steckt die Wurst drin.
    Und seit BSE , dürfen keine mehr importiert werden. Jetzt sind die Lager leer und die Panik um die Cervelat gross 🙂

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