Fühlen

Bonbonrosa

Über mir blau blauer Himmel. Am Horizont ein paar weisse Wolken. Es ist warm. Weit vor mir rennt der Wolf neben dem Fluss her, ich bin nicht sicher, aber glaube er lacht.
Irgendwann wird er ein paar Enten aufstöbern, die sich laut debbatierend auf den Flug zu einem hundefreien Platz machen. Er wird eine Weile mit einem anderen Hund spielen und ich das Gesicht zur Sonne drehen: Die ersten Sommersprossen und die Gedanken an die Flut in der Küche weggeblasen.

Später werde ich im Parkhaus des Einkaufszenter hinter einer Frau herlaufen, die im Lift seufzend auf ihr stummes Handy starrt . Sie trägt einen bonbonrosa Pullover, einen roten Seidenschal und einen bitteren Zug um den Mund. Aus ihrem Korb hängt ein Sack Mandarinen. Als der Lift mit einem sanften Ruck hält, seufzt sie erneut, steckt ihr Handy in die Tasche und putzt sich die Nase.
Ich widerstehe dem Wunsch ihr zu sagen: „S’chunt scho guet !“
Stattdessen lächle ich sie an und merke, dass ich auf der falschen Parkebene ausgestiegen bin.

Eine tierische Umarmung …

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2 Gedanken zu “Bonbonrosa

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