Fühlen

Sei mein. Frosch.

An einem der letzten Tage stand ich vor einem grossen Stück Blau. Blau über mir und sehr blau vor mir.
Möwen, die sich um ein Stück Brot streiten und ich verfolge sie mit meinen Augen. Sie drehen sich in der Luft, Spiralen der Freude für mich, kämpfen fliegend. Tauchen mit weissen Flügeln ins Blau.
Bis mir schwindlig wird.

Etwas später werde ich mich auf einem mir unbekannten Industrieareal verlieren, es ist Flohmarkt und ich stöbere zwischen Kitsch und Kunst herum. Ich nehme die gesparte Zeit, ich stecke mir täglich zwei ungenutzte Minuten des Tages in die Tasche, bereite sie vor mir aus und bleibe. Ich kaufe nichts und bin stolz auf mich. (Am nächsten Tag werde ich es bereuen: Ich hätte das grosse Bild mit dem Froschkönig kaufen sollen. Trotz allem. Hätte ich ihn gekauft, würde ich mich selbst am nächsten Tag schelten, für die unnütze Ausgabe von Geld, das ich im Grunde nicht habe. )

Viele glückliche Menschen um mich herum, Glück und Freude ist ansteckend.

Abends während der letzten Runde mit dem Wolf, frierend, feststellen, dass die Sterne dort strahlender zu sein scheinen.
Und dann die kalten Füsse (leise lächelnd, ein bisschen boshaft) an den  Beinen von ihm reiben.
Nein, ich will keine Socken. Ich will nur dich.

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Ein Gedanke zu “Sei mein. Frosch.

  1. Wirbel schreibt:

    der kusstest: küss den prinzen. bleibt er oder wird er (wieder) zum frosch?
    hach, wie nützlich doch kalte füsse bisweilen sind?! 🙂

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