Fühlen, Leben

Mädchenkino

Ich hätte Lust, einfach loszufahren. Getankt wäre das kleine Auto schnell, die Tasche noch schneller gepackt. Ein paar Jeans mitnehmen, den roten Lippenstift (man weiss ja nie) und weg. (‘Wusch’, wie ich pflege zu sagen. Zusammen mit der weiten Bewegung des rechten Armes, der den ganzen Raum einschliesst und am Ende an den Horizont deutet. Zusammen mit dem sehnsüchtigen Blick. Unmissverständlich .)
Während des ersten Tankstopp, nach sechshundert Kilometer, esse ich was. Tomaten mit Basilikum und eine Baguette. Die nächste Pause erst, wenn der Tank wieder leer sein wird. Und das wird am Meer sein.
Es wird Moules geben, schließlich haben wir einen Monat mit einem r drin, und den ersehnten Blicks aufs Meer. Während des Essens werden Wellen an die Klippen klatschen, und mir der Kellner melancholisch die Geschichte seiner Familie erzählen , die er in Algerien zurückließ.

Dann werde ich auf einem Felsen stehend darauf warten, dass die Sonnenkugel ins Meer fällt.
Es gibt kein zu früh, zu kalt, zu spät, zu weit und es wird nur ein un- geben, das ich akzeptiere: un-endlich.
Weil es weder zu früh, zu kalt, zu spät, zu weit ist, sondern gerade richtig im Moment. Dieses Mal und auch im nächsten vielleicht und ganz einfach richtig. Alles andere ist mir extrem egal.

Ich bin mal weg.

(Glaube ich. Vielleicht.)

La tribu de dana

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17 Gedanken zu “Mädchenkino

  1. Voila Mösiö. Du stichst mit der Nadel der Gemeinheit direkt in meinen rosaroten Ballon.
    Und quälst du mich mit Julio. Was mich nicht umbringt, macht mich stark.
    (Noch 750 km )

  2. Darf ich jetzt es bitzeli angeben ?
    Wusste ich. Das mit Nietzsche. Habe mal,aus Interesse und Langeweile, gebräuchliche Redensarten recheriert und erstaunliches kam zu Tage. (zutage ?)

    (Ich kann sehen wie du hämisch lächelst. Will einen neuen Ballon !)

  3. Damit es hier auch gesagt ist:

    Wollen wir Hoffnung schöpfen für die Zukunft, und das in Verantwortung der kommenden Generationen; ein kurzer, einfacher Satz:

    There Is Much To Do, Let’s Do With Pleasure. [-;

    Dann wirst Du Madamelila gewiss eine Exkursion durch die Milchstrasse machen und verschiedene Posten dieser besuchen.

    Ok., ittg vorbei, alles ansaugen.

    Greetz

    PS. Das ist mein erster Eintrag hier, bin eben etwas scheu, als solcher.

  4. Aha.
    Wärd ihr alle mitgekommen, inkl. madmax (sorry…frischmax) , hättet ihr sehen können,
    dass für Lila das Meer in Spreitenbach anfängt. Und man dort schwedisch spricht ;-).
    Eh bien .
    Weiter kam ich heute nicht.

    Morgen. Morgen gehts direkt ans Meer. Aber sicher.

  5. Wirbel schreibt:

    ha! madame kennen kuno? den lauener? bümpliz-casablanca, die scheibe und den song. wenn ja, alles klar. sösch loose… (huch! youtube kennt den song nicht. na sowas!) eh ja. ikea ist doch auch schön und der aargau besser als sein ruf! und der erste april besser als heiligabend…

  6. ich liebe dieses musikstück!! cozze, moules oder mejillones hingegen nur gut gebacken oder gekocht. wenn sie zu schlabberig sind, wirds mir ganz schlabberig….

  7. @Wirbel…Bälpmoos von Patent Ochsner wirkt auch. ‚irgendeinisch gan ich ou …‘

    @Frogg…Normandie. Weisch wie gerne.

    @canela…*lach*. Zu ‚glibber‘ schreibe ich jetzt mal nichts.

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