Schreiben

Pures Lachen

Sie ist klein, zierlich und ihre Austrahlung reicht mit Sicherheit bis in die letzte Ecke des grossen Saals. Ihr Stimme ist klar, sie moduliert die Sätze so , dass nicht nur ihre witzigen Geschichten überzeugen, sondern auch ihre Sprache.
Während sie von Dackel Möckli erzählt, der kleine Wurst auf vier Beinen, der notgeil das Kissen penetriert und zudem schwul ist. Oder von ihrer Freundin Fatma, die den Frust in sich hineinfrisst, weil sie keinen Mann findet -zur Not nähme sie gar den Verstorbenen Hausmeister, wäre der nicht schon leicht unterkühlt-. Oder von Heidi, einer Frau in den Vierzigern, die ihre Lust an jungen Kerlen auslebt, das ihr leicht pädophile Tendenzen nachgesagt werden. Wenn die Geschichte auf Onkel Zülfü dreht, der sich in jeden Abend in Schale wirft, weil er in die Nachrichtensprecherin verliebt ist und sie am TV immer persönlich begrüsst…Dann ist ein Abend mit ganz viel Lachen garantiert.
Ein Amüsement erster Güte, gestern im Saal des Kaufleuten in Zürich.
Entgegen den Befürchtungen der mit uns begleitenden Männern, waren nicht nur Zuschauerinnen da, sondern durchaus auch gutgelaunte Kollegen von ihnen.
 
Hätten sie im Eingangsbereich nicht verbinden, freundschaftlich Augenkontakt mit anderen Testosteronträgern machen können, hätten sie uns Frauen wohl alleine gelassen.
Erstaunlicherweise flohen sie nicht ins nahe Pup auf ein Bier, sie blieben bis zum, viel zu frühen, Ende der Lesung.
 
Das Bier nahmen wir dann gemeinsam, anschliessend. Und die nötige Dosis Rocksound, um die Moules zu verdauen und das innere Lachen zu verankern.
 
-Gibt es hier keine Aperonüsse ? (er, suchend)
-die Küche ist schon geschlossen (die hübsche Barkeeperin)
-?!                                                   (er, konsterniert)
-are you nuts ?                               (ich, einfach so)
-Donuts sind doch auch Nüsse..?! (sie. in die Runde blickend)
– muhahaha                          (wir. gemeinsam).
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9 Gedanken zu “Pures Lachen

  1. christina schreibt:

    … ja schön wars … auch ich wollte hin …
    schlussendlich hab ich PlaymobilFiguren gehütet und Döckelis beim hin und her und umehnand schieben betrachtet …

  2. @chrisTina…warst du als Klientin involviert, oder als Therapeutin ?

    Das nächste Mal kommst du mit uns. Die Playmobilfrauen-mannen einfach in die Kiste werfen Resp. Kurs absagen 😉

    @RR…phhhh. Das ist , dänk, kreatives Schreiben aus einer Inspiration heraus.
    Banause ;-). hasta la proxima.

  3. christina schreibt:

    ich glaube ich war nicht die Klientin … aber wo du so fragst … na egal – die Rechnung stell jedenfalls ich …
    Die Playmobilfrauen-mannen einfach in die Kiste werfen … ok … sag mir bitte noch wohin mit den Rumschiebenden …

  4. @chrisTina…Sag ihnen, dass sie nach Hause gehen sollen und innere Einkehr halten.
    Wenn sie dann die Rollen nicht alleine aufschlüsseln konnten, wird der Tarif verdoppelt.

    (Wir brauchen Holz für das Cheminee ! Es wird kalt draussen…)

  5. christina schreibt:

    super IDEE – warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen
    Holz für den Kamin … super IDEE … würdeste das bitte dem rumschleichenden Hausmeister sagen …
    es hat noch im blassgrünen Gartenhaus jedemenge … dies jedoch steht in SG und ich bräucht einen Laster und du weisst ja was passiert wenn ich diesen versuche Richtung Schloss zu steuern …

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