Denken, Schreiben

Nach Hause schwimmen

wilbur

Wilbur ist klein und die ersten Jahre seines Lebens schweigt er. Weil er lieber der Welt zusieht, als mit ihr zu kommunizieren. Er ist ein sensibler, bunter Loser. Klein ist er, weil er irgendwann einfach aufhört zu wachsen. Dafür ist seine gefühlte Welt unermesslich gross.

Wilbur wuchs mir schon nach den ersten zwei Seiten ans Herz. Und ich kann nicht anders, als in jeder verfügbaren Minute mit ihm nach Irland zu fahren.
Rolf Lappert, der mich 1994 schon mit seinem Himmel der perfekten Poeten (Nagel&Kimche) in den Bann zog,-schon damals skizzierte er eine Bande von liebenswerten Verlieren mit grosser Liebe bis ins Detail-,
fasziniert wieder.
Die skurillen Charaktere der Geschichte, das Buch ist voll davon, wirken in ihrer suchend lebensfernen Art symphatisch und einfach liebenswert.

Empfehlenswert für all jene, die keinen Mord brauchen, keine politische Intrige und keine Reisen in andere Universen, um gedanklich reisen zu können und die das Grosse im Kleinen zu sehen.

 

Rolf Lappert – Nach Hause schwimmen

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4 Gedanken zu “Nach Hause schwimmen

  1. Wirbel schreibt:

    ich mal wieder, die stille treue mitleserin 😉
    „nach hause schwimmen“ habe ich vor ein paar monaten ebenso betroffen, wie genüsslich gelesen. ein wunderbar ruhiges, unspektakulär-bewegendes, aufwühlendes buch!

    gute lektüre dir und allen anderen, die auf den geschmack kommen!

  2. …ich habe erst einen Drittel der über fünfhundert Seiten gelesen.

    Und ich lasse mir bewusst Zeit mit der Lektüre: Verschlingen geht nicht. Weil das Buch sonst viel zu schnell zu Ende wäre.

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