Befindlichkeiten, Leben

Das Leben im Zeitraffer

Sie trägt schwarze Leggins unter einem sehr kurzen Rock. Converse an den Füssen und Strähnchen im Haar. Ich schätze sie auf 17, oder jünger.
Er hat ein weisses Shirt, sehr kurze Haare und seine Zunge im Ohr des Mädchens. Während er, in Ohrkusspausen, seinen Kaugummi von einer Wange zur anderen schiebt.

Sie: Du. Da war der Typ doch einen Monat lang im Koma…
Er: Schlpppggk ?  (Seine Zunge steckte  grad in ihrem Ohr drin)
Sie: Jaja ! Voll krass….Dann erwacht er wieder. Hey !
Er: Ist ja krass…Schlimm beim Aufwachen zu wissen, dass alles irgendwie vorbei ist.

Pause. Sie gehen zum Zungenkuss über.

Dann:
Sie: Wie jetzt ?!
Er: Na ! Zu merken, dass das Leben vorbei ist. Nach einem Monat Koma, Mann !
Kumpels weg. Freundin weg. Leben weg. Ende !

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2 Gedanken zu “Das Leben im Zeitraffer

  1. ankaVogel schreibt:

    …..Hirn weg???

    Was sind das für Unterhaltungen, und wie denken diese Kinder, tschuldigung aber als was anderes kann man diese Altersklasse mittlerweise nicht mehr bezeichen. Mich schüttelt s

    Liebe Grüsse
    Anka

  2. nun. ich fragte mich, was für ein skurriles weltbild die jugendlichen teilweise haben:
    ihre welt ist so schnell, dass sie sich als opfer sehen und nicht als erwachsene menschen, die ihr eigenes leben gestalten können.

    sie vetrauen weder sich selber, noch ihren ‚freunden‘, wenn sie annehmen, dass diese schon nach einem monat absenz das weite suchen.

    sie haben eher mein mitgefühl, statt meine verurteilung.

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