Befindlichkeiten, Fühlen

fortunatus

Der Nebel legte sich heute Morgen überraschend wie ein zäher Sirup um Villa Lila. Kein Blickkontakt mit den Apfelbäumen, dem alten Nussbaum und mit den Kühen. Der bettelnde Blick der Wölfin gab mir den Rest: Ich liess die Morgenzeitung liegen, die Kaffeetasse stehen, das Radio laufen und flüchtete auf den Hügel.

 

horben

 

Dort oben ist Atmen wieder möglich, die Gedanken fliegen, die Sinne auf Empfang eingestellt. Als erstes über die noch taunasse Wiese rennen, sich eine Hundenase wünschend: Wie bunt und grossartig sind die Gerüche in der Welt der Wölfin ? Wie beschränkt meine eigene Wahrnehmung ! Vergesse die Zeit an einem Brombeergestrüpp, verliere den Weg beim Stöbern nach Pilzen und treffe mich selbst, in lächelnder Betrachtung eines hüpfenden Eichhörnchens.

Was jetzt bleibt, während ich die Worte hier schreibe, ist das blubbernde Wow Gefühl im Bauch. Die brombeervioletten Fingerspitzen. Schmutzige Sneakers vor der Tür und eine schlafende Wölfin zu meinen Füssen: Das Leben ist wundervoll !

Standard

7 Gedanken zu “fortunatus

    • …die sind geschlachtet und hängen jetzt aus…glaubs. aber mich erstaunt, oder auch nicht, dass monsieur von der doch wilden flucht der munis hörte/las.

      sie sind cosmopolit. nicht die munis. SIE dänk.
      zwischen den kantönli und so.

  1. T.M. schreibt um 4:27 ! (was hält den Kerl denn wach ? )

    Lila antwortet um 06:15 : sie tun mir auch leid, die viecher.
    vor ein paar jahren rannte so ein muni über die seebrücke in luzern. weg vom schlachthaus.
    er wurde trotzdem erschossen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s