Lieben

Dreihundertfünfundsechzig Tage

Noch vor einem Jahr wusste ich nicht wie richtig es sich anfühlen würde, dass du noch immer da bist.

Deine Haare sind inzwischen kürzer geworden, meine länger. Als wir uns kennen lernten war es umgekehrt.
Du bist einfach so in meine Seele spaziert, hast dich dort umgesehen und dich auf den roten Sessel gesetzt .Ich habe damals neue Koordinaten in meinem Leben gezeichnet.Als ich dich verliess,  im Februar letzten Jahres, ( nach der ersten gemeinsamen Nacht die sich nahtlos dem ersten gemeinsamen Tag anschloss), fragtest du, ob wir uns wieder sehen. Du standest dort im Schnee und hast dabei ausgesehen wie jemand, den ich nicht vergessen möchte.
Deine Frage überraschte mich. Weil es für mich keine Entscheidung gab, die ich hätte fällen können.
In der gleichen Woche kam ich wieder. Natürlich konnte ich nicht anders.

Du hast mich nie danach gefragt, ich sage es dir trotzdem: Ich habe keine Nanosekunde bereut, dass ich damals die Wendeltreppe zu deinem Leben hoch ging. Und du im Herbst deine Musiksammlung und dein Schlagzeug die alte Holztreppe zu Villa Lila hochgetragen hast.

Habe ich dir schon von dem Zuhausegefühl erzählt, das ich habe, wenn du den Raum betrittst oder ich dich zur Türe reinkommen sehe. „Hi !“ Sage ich meistens. Edle Zurückhaltung. Wenn du mich dann ansiehst. Und ich halte mich fest, an der Türe oder dort wo ich gerade bin. Damit ich nicht losfliege und über dich herfalle.

(Aber das erzähle ich nicht wirklich: Das ist mit unsichtbarer Tinte geschrieben und löst sich auf, wenn es gelesen wurde)

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6 Gedanken zu “Dreihundertfünfundsechzig Tage

    • Na. Liebe Frau G :-)….Ich habe ja noch ein paar Dinge, die vor dem Kuchenessen kommen. Leider. Ab Mitte März bin ich dann für alles zu haben….Auch und vor allem für Äpfel.

  1. schöne ode an mr. t. !

    bin doch eher wach als gestern abend vermutet. die gastgeberin schlief nach vier gläser wein auf dem sofa ein, nachdem wir, die gästinnen, fröhlich weiterbecherten. aber eine party, deren gastgeberin pennt, dauert nicht mehr solange wie auch schon.

    • ….dafür war es dann hier so, dass wir länger feierten, als geplant.
      Ich wurde eben erst wach, es hätte also eh nicht geklappt heute früh mit dem Blubberbad.

      (Mir verzieht es die Texte unwillkürlich hier im Blog.Das nervt. Sieht voll schäbig aus…Gopf)

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