Befindlichkeiten, Fühlen, Lieben

Das Burgfräulein trägt keinen Schal

„Was willst du für deinen Schal haben ?“ Fragte sie und ich mochte sie auf Anhieb. Weil ich spontane Menschen einfach mag, die ein breites, offenes Lächeln im Gesicht tragen wie einen Blumenstrauss.

Wir befanden uns in ihrem Trödelladen. Es roch, wie an solchen Orten meist üblich, nach Staub, alten Gardinen und dem Wunsch, etwas aussergewöhnliches zu finden. Einen knallroten Ohrensessel beispielsweise. Oder ein verruchtes, durchsichtiges Seidenkleid aus den 20 er Jahren. Eine blaue Siphonflasche für Sprudel etwa ?
Keine dieser Trouvallien zeigten sich mir, dafür balancierte ich am Ende meines Besuchs Holzbrettspiele, einen Kerzenständer in Form eines glücklichen Schafes und eine Legokiste zur alten Kasse. (Die Lego sind für meinen Lieblingsmenschen bestimmt, der mir daraus ein Schloss bauen soll. Wennschon. Weil er mir nie den Himmel auf Erden versprach, ein Schloss als Wohnsitz mir allerdings angemessen erscheint.)
Dann wollte sie meinen roten Schal. Ich gab ihn ihr und zog glücklich wieder ab, ohne Schal aber auch ohne einen Rappen bezahlt zu haben.
Dass ich anschliessend fror und heute Halsschmerzen habe, ist mir der Deal wert.

Schliesslich wohne ich jetzt in einem Schloss .

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6 Gedanken zu “Das Burgfräulein trägt keinen Schal

  1. heimlifeiss schreibt:

    das sind aber playmobil, keine lego … das ist ein gewaltiger unterschied … wars jedenfalls früher – entweder oder – aber man konnte nicht beides gut finden… *g*

  2. 🙂
    Das einzige, was ich ganz sicher weiss ist….dass das da PlaymobilFIGUREN sind. Von denen habe ich nämlich eine ganze Kiste voll.
    Die Lieblingsspielzeuge von uns besuchenden Kindern, weisch.

    Was den Bausatz betrifft: Die Kiste war eine neutrale und irgendwie…Naja. Könnte Playmobil sein, zumindest eher als Lego.
    Hesch rächt 🙂

  3. heimlifeiss schreibt:

    ist ja eigentlich auch überhaupt nicht wichtig 😉 aber musste es trotzdem los werden… *g*

    ein schloss gebaut zu bekommen ist so oder so toll 🙂

  4. Ich hab noch einen ganzen Stamm, oder wie ich gerade lerne: ein Konvolut Gummi-Indianer, so vielleicht 50, mit dazugehörigen Cowboys, darunter ziemlich verkommene Subjekte. Vielleicht könnten wir ja mal was zusammen spielen. Dann träumen Sie vielleicht auch mal was anständiges.

    P.S.: Ich hab sogar zwei Gummi-Grizzlies, weil die Rothäute da natürlich auch Bären gejagt haben. Sie könnten beispielsweise die Bären spielen, während ich die Indianer und die Cowboys bin. Und deren Pferde.

  5. Sie, mein Lieber, könnten einem Bären nicht den Hauch eines Kratzers zufügen. Nicht SIE und niemals.

    Meine Playmobilfiguren, die sich toll für Rollenspiele eignen, (mir fehlt die Domina noch, ein Koch und eine dicke Oma…Dafür habe ich unzählige Prinzessinen) , sind vermutlich nicht kompatibel mit deinen Indianer.
    Wäre der Tisch mit unseren Figuren ein Schlachtfeld und sie stünden sich feindlich gegenüber, wäre das ein krasser Angriff auf die Lachmuskeln.

    Glauben Sie mir.

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