Befindlichkeiten, Fühlen, Lachen

Von Bier und Menschen

Da trugen wir also haufenweise Bier den Berg hoch, der Lieblingsmensch und ich, während ich mir ein bisschen blöd vorkam. Nicht wegen dem Berg, der für Schweizer Verhältnisse keiner ist. Höchstens ein Hügel, einer, der sich zudem mit einem schönen Sonnenuntergang wichtig machte abends. Nein. Ehrlich gesagt: Ich mag Bier nicht. Wer mich kennt, weiss das.

Was soll also Mme Lila am gefühlten Ende der Welt, hoch oben, mit Bier ?
Party machen. Okay okay.

Die ersten die den Weg dort hoch fanden, waren Frau Apfelkuchen, die eine zappelnde Zimtfrau mitbrachte. Oder anders rum: Herr Swiss fuhr die beiden Damen zu Hütte hoch.
Ein netter ist er, das muss mal gesagt sein. Einer, der keine grossen Worte macht und wenn er sie dann doch mal findet, die Worte, dann sind sie meistens erfrischend und herzhaft witzig.
Während Frau Apfelkuchen, die ich nun der Kürze wegen Frau Apunkt nenne, auf uns einen mehr als beflügelten Eindruck machte („Liebe. Ihre Eupohrie und ihr Lachen können  nicht natürlichen Ursprungs sein. Welche Drogen führen sie in ihrer Cola mit ? “ Wobei Frau Zimt, nun Frau Zpunkt gennant, und Frau Lila einander das konfiszierte Getränk aus den Händen rissen und, hoffnungsvoll, konsumierten. Ohne Erfolg: Das Geheimnis um ihr symphatisches Lachen muss ein anderes sein.

Herr Swiss, von soviel überbordender Weiblichkeit beeindruckt überfordert, widmete sich nun der vierten Frau im Bunde und übte sich als Stöckchenwurfmaschine. Frau Wölfin freute es.

Frau Z kam direkt aus einem Liebesurlaub zurück und liess uns teihaben an ihrem Erlebnis. Sie war es auch, die an diesem Abend die Aufforderung bekam vom Tischnachbar, mit ihm ein Kind zu zeugen. Jetzt sofort. So, als würde ihr Uterus bald das zeitliche segnen und es gälte, die Zeit zu nutzen.Zwischenzeitlich waren noch mehr Leute auf den Berg gewandert. Der Lieblingsmensch hatte ein Feuer gemacht. Die Wölfin fand Kinder zum Spielen und den Leuten schien es zu gefallen.
Jemand stritt sich um das verdiente Label  Drama Queen des Abends und des Leben als solches‘. Es wurde gevotet und, tätä, the winner is: Frau Lila. Wohl verdient. Während der Harley Rocker vergeblich versuchte, Insekten zu vertreiben, die niemand ausser ihm sah: „Oh Götter. Was sind das für blöde Viecher….?“
Frau A. verschwand und wurde, später, in der Küche entdeckt: Sie sei eine Wirtetochter und sie nehme das Zepter mit Kaffee kochen und Abwaschen jetzt in ihre Hände. (Danke!)

Während Frau Z. es sich zur Aufgabe machte, auf jedem geknipsten Foto zu erscheinen.( Zu behaupten, es läge alleine am Motiv ihres Shirts, ist eine arrogante Lüge.)  
Herr Lieblingsmensch versicherte mir glaubhaft und wiederholt, wie sehr er mich liebte. (Vor und nachdem er die Whiskyflasche austrank). Was mich nicht davon abhielt, mich zu verloben.
Lieblingsmensch hielt mich zurück, da die Verlobung nicht ihn selbst betraf.

Herr Ivan machte es sich zur Aufgabe, jedem aufmerksamen Zuhörer den mitgebrachten Flyer vom bang-your-head Festival zu erläutern und auf die verschiedenen Bands einzugehen.
Während Herr Hörmi die Aussage von Frau Z. „Ich bin Single !“ dahingehend deutete, dass sie maximal auf 45 Touren Vinyl zu spielen sei. Sein Vorschlag, wie schon geschrieben, mit ihr ein Kind zu zeugen, wurde (meines Wissens) an diesem Abend nicht mehr vollzogen.

Irgendwann waren auch die letzten Partygänger ins Tal getorkelt. (Meinen Nachforschungen zufolge fanden alle ihr Bett wieder.)

Der Lieblingsmensch, Herr Pi und die schöne Italienerin und ich, verzogen uns in die Schlafsäcke. Diese Nacht auf dem Fussboden der Hütte machte mir allerdings unmissverständlich klar: Ich werde, ächz, nicht jünger.Aber die Mühe hat sich gelohnt: ich schleppe jederzeit gerne wieder dutzendweise Bier den Berg hoch.

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13 Gedanken zu “Von Bier und Menschen

  1. Frau Apfelkuchen gefällt mir durchaus allerdings mein geliebtes Gpunkt gegen ein Apunkt gewechselt zu sehen … nei nei nei … das lass ich mir nicht nehmen mein G. mein ich

    auch nicht verheiratet … die vegasHochzeitsnacht mit Frau Z. war himmlich

    verlobt schon grad nicht weil und überhaupt noch für’s Protokoll und die Historien … mme liess sich keineswegs vom Lieblingsmenschen zurückhalten

    Punkt !!

    • Polyamorie nennt sich das, nach Frau Z.
      Verlobt und Verheiratet sein.
      Den Punkt nach dem G dürfen sie gerne behalten….ich liebe Punkte und stelle sie selber her…..

        • Ich hatte ja seinerzeit bereits einmal eine ganze Anzahl Punkte und Kommatanen zur Verfügung gestellt und Verwendung empfohlen. Sie wollen doch wohl jetzt nicht etwa behaupten, die seien aufgebraucht? (Herr Müller zieht hier mit dem Zeigefinger sein rechtes unteres Augenlid herunter.) Irgendwo auf einem Schwarzmarkt werden Sie die verscherbelt haben für Vanilleeis und Platten von Schlagersängern! Ich weiss doch bescheid …

          • Monsieur Müller !
            Sie kommen mir grad Recht mit den Pünktli, imfall nämli. Wo waren SIE denn, während wir Party machten und uns verschwesterten und verlobten ?
            Wie ich hatte keine Einladung dazu ?

            Brauchen Sie nicht. Sie sind doch immer eingeladen.
            Schon den netten Basilikümer wegen.
            Meine wachsen inzwischen auch, übrigens.
            (Ich bin glücklich)

            • Ich tät’s mir vielleicht noch yberlegt haben, täte man mir nur rechtzeitig vorher bescheidgesagt haben. Allein schon wegen des Bieres. (Doch nicht etwa Heinecken, oder?) So habe ich hingegen gearbeitet, nämlich an einem Computerprogramm, wenn Sie mich so fragen. Und ich hätte sowieso nichts anzuziehen gehabt.

              Dieses Kraut übrigens: oben immer schön Sonne drauf, und unten immer feucht. Dann kann praktisch nichts schiefgehen.

          • Wertester – das Sie mich aber auch stets mit skalpellscharfem Röntgenblick durschaun …

            einen Einspruch hingegen muss ich erheben … Zimmetglace ist es für den Apfelkuchen

            • Wenn schon, dann „Allerwertester“.

              Aber Schlagersänger stimmt, gell? Lösch das Feuer und so, ich weiss doch bescheid. Ich persönlich habs ja mehr mit den Geschwistern Hofmann, aber das wird hier nicht so gern gesehen. Wegen der Francine Jordi wahrscheinlich, dabei heisst die nicht einmal Jordi, sondern – pah! – Lehmann. Alles Lüge …

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