Befindlichkeiten

Alles dreht sich

Am besten setzen Sie sich hin.
(Ach. Sie sitzen schon? Gut. )
Besorgen sie sich einen Kaffee oder einen Orangensaft. (Die getroffene Wahl hat keine Auswirkungen auf das, was später passieren wird.Hoffe ich. ) Noch besser: Lassen sie sich einen bringen. Falls Sie zuhause einen schönen Lover haben, dann interessiert das Lila und die Leserschaft: Bitte lassen Sie mir ein Foto davon zukommen. Ich werde es hier veröffentlichen.

Dann atmen Sie durch, weil Sie jetzt viel Zeit damit verbringen werden, meine alten Texte zu lesen, die ich hier im Blog habe.

Das nicht, weil ich zu faul bin um zu schreiben oder (bewahre) eine Schreibblockade habe, (Sie können sich nicht vorstellen, wieviele Banalitäten meines bunten Lebens nur darauf warten, die durchaus von allergrösstem Interesse sind niedergeschrieben zu werden. )
Nein. Ich komme momentan schlicht ( und sehr ergreifend, nicht wahr?) einfach nicht dazu: Hier stehen Umzugskartons, die gefüllt werden müssen. Mein Job, den ich momentan zu mehr als die  gefühlten 100 % mache. Und viele kleine Dinge, die ich einfach tun muss, um glücklich zu sein: Ein Buch lesen. Den Lieblingsmann küssen. Konzerte besuchen. Freunde treffen.

Darum. Bitte nehmen sie jetzt einen Schluck Kaffee, sonst wird er kalt. Lesen sie alte Beiträge oder fügen sie hier –>…………………………………………………….<– ihre eigene Story ein.
Und vergessen Sie nicht, mir das Foto ihres persönlichen Kellners zu mailen. Vielen Dank.

Trotz äusserlicher Stille stets die Ihre:

Madame Lila

Standard

5 Gedanken zu “Alles dreht sich

  1. wat jut, das du eine der besten Köchinnen an der Hand hast und dich nicht auch noch darum kümmern musst und wenn diese Beste aller Besten mal nix auf den Tisch zaubert, dann denk einfach flux daran, dat man ja och von Luft & Liebe leben kann

    Foto – vom Gärtner meines Gartenhauses – aber er ist auf seine alten Tage ein bisschen schüchtern und schleicht nur noch selten durch die Büsche – den Tee servier nun ich ihm am Abend zur Nacht im vorgewärmten Bett – welch Wohl für meine alten arthritischen Knochen – nein wir bleiben ganz unter uns – es gibt nur Herzensbilder

    so sitzen wir nicht, sondern liegen viel, auf unsere alten Tage unter den dicken Federbetten und sparen das Heizen und somit auch, das fürs winterliche Wohl ums Holz besorgt sein und jenes, ums Gartehuus aufschichten müssen, denn das alte Schloss in diesem grossen Garten, welch einmal unser Sorgen und ganzer Stolz und Herzblut war, ist nun schon lang verweist, was soll‘n wir uns da noch kümmern

    so bleiben wir nun uns und müssen die Zeit, unter den dicken Federbetten, nun nicht mehr stehlen, von jener des Laubkehrens und Fensterputzens, des Kleiderrichtens und Bratenkochens, des Apfelkuchenbackens und Champagnerschüttelns, sondern haben nun alle Zeit der Welt, um dem Vergnügen des Federballspielens nachzugehen

    nur eines fehlt ein bisschen bei all jenem – jene Momente wo uns das Herz vor Schreck in die Glieder fuhr, weil Mme herüber kam, vom Schloss her durch den Garten zum Gartehuus und uns der Federball unseres Spiels unter den dicken Federbetten irgendwo zwischen den Daunen stecken blieb, weil wir über die Zeit ganz vergassen den Herrschaften selbst ordentlich einzuheizen und in der Schlossküche einen Apfelkuchen in den Ofen zu schieben

    so vermissen wir den Blauen Salon und seine wilden Nächte darin und schauen durch die kleinen blinden Scheiben der Gartenhausfenster hinüber zu den Türmen deren Fenster verhangen sind, ein bisschen der Hoffnung nach, sie würden sich nur ein ganz klein wenig lichten und es sei dies eine Mal nicht nur ein zaghafter Luftzug

    guten Morgen liebste Mme Lila

  2. Ach ja. Liebe Frau G: Sie waren ja heute berührend nahe an meinem Chaos dran. Ich danke Ihnen.
    Sie haben die Gabe, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und das ganze mit passenden (tröstenden) Worten zu garnieren….

    Sich verneigend.

    LaLila

  3. Sofasophia schreibt:

    liebe madame lila
    was für ein toller text! ich freue mich bereits auf einen blick in dein archiv (obwohl ich nicht am umziehen bin, ist es bei mir grad ähnlich mit dem zeithaben … und dem archive öffnen auch).

    beim packen wünsch ich dir viel spass. luisa francia (weiss nicht ob du sie kennst? autorin und so weiter) ist auch am kisten füllen. auch darüber lässt sich übrigens wunderbar berichten. tut sie auch …. aber … ähm, du hast ja keine zeit – weder zum berichten noch zum blogs lesen.
    nimm dir vor allem immer wieder viiiel zeit zum küssen. alles andere kann warten. ausser vielleicht dem heissen kaffee … 😉
    herzlich, d.

    zu luisas blog/webtagebuch: http://www.salamandra.de/tagebuch/start.php

    • 🙂
      oh. luisa. natürlich kenne ich sie. ich war mal an einer lesung und hatte danach die möglichkeit, mit ihr zusammen ein paar unvergessliche worte zu wechseln ;-).

      der umzug ist, abgesehen vom zeitlichen aufwand, mit einer inneren loslösung und dem setzen von prioritäten verbunden: was hat in meinem leben noch platz und wovon kann ich mich getrost trennen ?

      hmmm. das mit dem küssen und ichkönntedichfressenvorliebe hat immer priorität .

      lieber gruss an dich und deine ziele 🙂

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