Befindlichkeiten, Leben

Ultramarinblaue Zaubertage

Ein guter Tag ist einer, der Kaffee ans Bett bringt und der eine grosse Tasche mit unverplanter Zeit hin stellt.
Ein Tag nach einer Nacht voller Wärme, Zärtlichkeit  und zerwühlter Bettwäsche.

Der innere Dialog, was man heute alles erledigen sollte könnte, wird zum Schweigen gebracht,
in dem man die Türe zum Kopf einfach zu knallt.

Anschliessend zieht man den Lieblingsrock an, fährt zur kleinen Lieblingsstadt und bummelt. Trödelt. Trinkt irgendwo draussen einen Kaffee draussen, verliert sich in der
Betrachtung kichernder, junger Mädchen in viel zu kurzen Röcken.
Man streut kitschigen Glitzerstaub über die Szene und  spürt die Blubberblasen in der Blutbahn knallrot explodieren: Ich glaube an Wunder.
Dieser Tag ist einer.
Meiner.

Dann kommt der Wind und bläst die Strassen sauber. Kitzelt die Bäume, reisst an den Haaren und vertreibt die letzten ich sollte doch Gedanken.
Auf den Wind folgt der Regen. Nicht tröpfchenweise sondern in grossen Kübeln.
Es stört nicht, dass der Schirm im Auto ist und dieses am anderen Ende der Stadt geparkt ist.

Man hat Lust, eine Fortsetzung von letzter Nacht zu erleben, kauft eine Flasche Wein und Schokolade. (Letzteres wird die Nacht nicht erleben. Weil an Ort und Stelle verschlungen. Wenn schon. )

Man fährt regennass zum Zuckerwatteschloss zurück. Liest in einem Buch. Blättert. Verliert sich darin.
Und wartet auf den Prinzen.
Denjenigen, mit dem es am meisten Spass macht die Bettwäsche zu zerwühlen.

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2 Gedanken zu “Ultramarinblaue Zaubertage

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