Befindlichkeiten, Fühlen, Leben

Der Mann und das Huhn

Gespräch zwischen dem Lieblingsmenschen und mir.

Ich : „Du ?“
Er: „Hmmm ?“
Ich: „Ich habe mir da was überlegt…“
Er: „Hmmm ?“
Ich: „Naja. Wir haben doch da die ungenutzte Wiese hinter dem Haus“
Er: „Hmmm !“
Ich: „Hmmmpfff !“

Im Hintergrund läuft ein Fussballspiel im TV.

Nach einer Weile. Neuer Versuch. Diesmal direktiv:

Ich: „Hühner ! Ich möchte ein paar Hühner.“
Er: „….“
Ich: „Du baust ein hübsches Hühnerhaus und ich …“
Er : „Ich dachte du willst einen Esel ?“
Ich: „Nicht mehr. Drei Hühner !“
Er:“Kein Hängebauchschwein mehr ?“
Ich:“Hmmmpff“

0:1. Für die anderen. Glaube ich.

Ich:“So ein Huhn kostet nicht viel. Vielleicht 20.- oder so“
Er:“Wenn du es grilliert kaufst, ist es wesentlich billiger…“

Ich verlasse ihn. Auf der Stelle.
Oder morgen.

Standard

28 Gedanken zu “Der Mann und das Huhn

  1. Madame, ich hab selten eine Antipathie gegen irgendein Tier, aber Hühner sind so ziemlich das dämlichste Viech, das es gibt, insbesondere Hähne. Nehmen Sie den Esel, einen Esel hat nicht jeder. Das sind kluge Tiere und man kann sie wenigstens knuddeln.

  2. Ulla schreibt:

    Hab nur schlechte Erfahrungen mit Hühnern gemacht … dämlich … mhm, ist der passendste Begriff für sie.
    Bleib beim Esel … der hat einen „eigenen Kopf“, widersetzt sich auch mal gerne – und genau das macht doch das Leben spannend, oder?

    • Du meinst einen sturen Esel als Herausforderung ?
      Wir haben einen solchen auf dem Hof nebenan….Laut hörbar (Tag und Nacht) und zuweilen muss der Lieblingsmensch ihn einfangen . ..Wenn er mal wieder auf der Flucht ist 😉

      • Ulla schreibt:

        Nicht stur … eigenwillig ist er und das ist eine durchaus gute Eigenschaft … *lach*
        Nachts schreit er nach Zuwendung und wenn man ihm Aufmerksamkeit schenkt, flüchtet er auch nicht – so betrachtet – ist er dann schon eine Herausforderung.

        • Okeee. Ich werde des (Nachbar-) Esels Schrei nach Liebe nicht mehr ignorieren, sondern mutig stillen und meine Besuche bei ihm auch im Nachthemd machen. Wann immer er ruft.
          🙂

  3. Hahaha. „Ich verlasse ihn. Auf der Stelle. Oder morgen.“ Ich hab‘ so gelacht. Danke, Madame Lila. Mit Männern reden, das ist manchmal so eine Sache. Vor allem, wenn sie mit Fußball beschäftigt sind. Ich nutze das immer zu meinen Gunsten. Ich würde in deinem Fall z.B. die Hühner kaufen. Und wenn er sagt „Hä?“, würde ich sagen: „Das hatten wir doch besprochen! Hast du mir etwa nicht zugehört? Mal wieder?“ Meistens ergreift sie schon hier die Panik vor einer Grundsatzdiskussion und sie sagen „Um Gottes Willen, doch klar, Schatz.“ Und gut ist.

    • Dein Statement hatte bei mir die Konsequenz, dass ich gestern Abend heftig über eine noch unvollständige Liste nachgedacht habe, die meine Wünsche enthält.
      So wie damals als Kind. Kurz vor Weihnachten.
      Mit dieser Wunschliste werde ich zukünftig die Fussballabende zusammen mit dem Lieblingsmann vor dem TV verbringen.

      Und gezielt und ungefragt abhaken, was ICH als erledigt ansehe :
      „Das hatten wir doch besprochen! Hast du mir etwa nicht zugehört? Mal wieder?“

      Eben 🙂 !

  4. Mme Lila, war das Man Ray der Sie da so vorteilhaft fotografiert hat?
    Ich würde ja auch zum Esel tendieren. Dieses Federvieh hat doch die unsympathische Eigenart sehr früh aufzustehen und das die Umwelt lautstark wissen zu lassen.

    • Mme Mützenfalterin….Oh. Jaja. Es war Man Ray, wie Sie richtig vermutet haben.
      Ich war niemals so hübsch wie die Frau auf dem Bild. Deswegen tendierte ich vor langer Zeit zu diesem Foto.

      Wegen dem Huhn…Nun. Hühner krähen nicht. Das tut nur der Gockel.
      Müssen Hühner einen Gockel bei sich haben ?

      • Ah Madame, bestimmt hat Sie nur noch nie jemand so ins rechte Licht zu setzen verstanden.
        Und was die Hühner angeht, haben Sie selbstverständlich Recht. Ich fürchte, ich selbst bin ein dummes Huhn, da ich offensichtlich ohne Nachzudenken, vorausgesetzt habe, dass ein Huhn ohne Gockel nicht denkbar ist.

        • Stellen Sie sich bitte eine laut lachende Frau Lila vor, beim Lesen ihres letzten Satzes. Mit ‚laut lachen‘ meine ich es so : Ich lache und die Katze, die eben noch sanft schlummerte auf dem Fauteuil, (selig, wie ich vermute), erschrickt ob der Störung derart,
          dass sie aufsteht und mich anglotzt, als wäre ich tatsächlich von allen guten Geistern verlassen.

          Wundervoll. Danke !

  5. herrlich – auch der kommentarstrang!

    apropos hühner: die sind zuweilen ganz schön anarchistisch – ein bisschen wie katzen sozusagen.

    eine von unsern hennen – den güggu hat im sommer der fux geholt – legt ihre eier immer ausserhalb des stalls, irgendwo in den weiten des hühnerhofs. möglichst abgelegen. so dass wir immer suchen müssen. so ist jeder tag ein bisschen wie ostern. also, ähm, sie hat natürlich jetzt schon immer den gleichen platz, aber den zu finden …! eine weile ist sie zum legen sogar aus dem hof ausgebüxt nur um ihr tägliches ei zu legen. darauf schlich sie sich heimlich wieder in den hof. zurück, zum clan. unsere hühner haben ihre flügel nicht gestutzt bekommen und können sicher fast zwei meter hoch fliegen 🙂
    ach und noch dies: wenn du keinen güggu hast, sind die eier sogar vegi 🙂

    herzliche grüsse von einer hühnerversteherin (männer sind da schon ein bisschen schwieriger einfacher)

  6. Oh liebe Sofasophia….

    Warte ! Geh nicht weg….Ich habe da eine Frage, ganz wichtig:
    Müssen Hühner einen Hahn haben, damit sie Eier legen ?
    Oder geht das auch so im weiblichen Plural ?

    Lach nicht. Ich meine…Ich könnte ja googlen….Naja…

    Ich musste lachen ob dem Huhn, das die Eier versteckt: Wie gut kann ich sie verstehen. Ich würde es genauso machen. Hundertpro.
    Und meine würde kein Menschen finden. 😉

  7. sonyana schreibt:

    tja, ich verstehe weder etwas von hühner- noch von eselhaltung – lebe ich doch im großstadtdschungel, aber ich verstehe etwas von vergnügen.
    es ist mir jedesmal ein großes vergnügen hier zu lesen wofür ich mich herzlich bedanke.
    grüße aus wien

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