Leben, Lieben

Nothing else matters

Wie wir uns kennenlernten ?
Gut. Ich will es dir erzählen:

Es war an diesem einen Konzert, auf das ich mich so lange gefreut hatte. Ich war gerade Single und wollte es bleiben.
Ich war mit Freunden dort. Er auch. Wir hatten uns noch nie zuvor gesehen und die Möglichkeit, dass
wir uns im dem Tumult der Konzertbesucher treffen, war so gering wie die Kollision von Sonne und Mond.
(Am Ende würde es sich so anfühlen, genau so.Das Zusammentreffen zweier verwirrter Sputniks im Universum des Lebens.  Aber das wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.)

Sie spielten  meinen Lieblingssong. Ich zerfloss. Das liest sich kitschig, nicht wahr ? Als er sich ein paar Reihen vor mir umdrehte und sein Blick meinen traf. Und diese Nanosekunde genügte, um meinen Blutkörperchen diese Schwingung zu geben, dass sie sich alle in meinem Herzen trafen und für eine Weile zusammenklebten.

Er drehte sich vollends zu mir um, sagte, dass die Luft doch ziemlich stickig sei und ob ich Lust hätte, mit ihm kurz nach draussen zu gehen.
Meine Hand nahm seine. So, als würden wir uns ewig und einen Tag kennen.

Es war kalt draussen, mir war heiss.
Wenn er mich jetzt küsst, dachte ich, gehe ich mit ihm. Egal wohin. Ich werde ihm folgen.
(Nein. Nicht wie ein trotteliger Hund. Eher wie ein Stern. Das trifft es eher: Ein Stern der einen überall hin folgt. Gibt es das schon ? Sterne sind ja immer irgendwie da. Auch wenn man sie nicht sieht)

Die Situation war klar. Schon vor dem ersten Kuss. Das wussten wir beide. Der Kuss verhielt sich wie der Milchschaum auf dem Latte Macchiato. Oder der Käse auf der Pizza. Der Eifelturm und Paris.
Die Zipfelmützen der Zwerge in Märchen. Oder das Zündholz mit der Kerze: Das Eine ist ohne das andere nicht komplett. Nur Halb. So wie gar nicht.

Wir küssten uns und unsere Welt versank im tosenden Applaus.

So wars nicht.
Aber genau so hätte es sein können.

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10 Gedanken zu “Nothing else matters

  1. träumen ist oft schöner als das richtige leben.
    wie es wirklich war? hm, nöööö das interessiert mich üüüüberhaupt nicht, nein, nein, wirklich, gaaar nicht … echt wahr …

    ach ja, schönes neues kleid trägt dein blog. und wenn mann sich von äusserlichkeiten davon abhalten lassen sollte, dein blog zu lesen, kann ich nur sagen: selbst schuld!

    • Falls ich mal in tiefste Depressionen stürzen sollte, in dunkle Selbstzweifel und morbide Ängste…Werde ich all deine Kommentare lesen, sofern ich dann noch imstande bin, den Comp hochzufahren.
      Und ich kann dir versichern, dass Novartis keinen Rappen an mir verdient 😉

      -Merci-

  2. „So wars nicht. Aber genau so hätte es sein können.“
    schon tief Luft jeholt wieder ausschnaubend wie nes Ross im Galopp
    intervenieren hätt ich müssen.. ganz heftigst.. ja.ja.. unromantisches Ding mag man und weib jetzt denken.. nee.nee.. denn oh ja.. viiiiel schöner war’s.. hach
    ÖHM.. NEE.. ik war nich dabei.. aber ik wees dat et Schafe mit im Spiel hatte und überall wo’s Schafe hat ist’s schöner.schön.. so.. irgedwie.. oder.so.. mich grad um Kopf und Kragen tip.. 😉

  3. Natürlich waren es Schafe, die mich zu ihm führten. Oder was auch immer unter den pelzigen Tieren war.
    Und es war seine Stimme. Diese tiefe, männliche Stimme, die ich auf seinem AB hörte.
    (Sie kuschelte sich in mein Ohr und blieb dort haften)

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