Befindlichkeiten, Staunen, Träumen

Sommersonnewasser


Ich bin vor ein paar Tagen rückwärts in eine Schüssel voller Sterne gefallen und liegen geblieben.

Tanzte fröhlich über Wiesen, erzählte den Kühen aus meinem Leben und hörte staunend zu, was sie mir zu erzählen haben.
Hielt den Atem an, wenn ich ganz oben auf einem Berg stand und blies kleine Wolken vom Gipfel weg.
Ich kaufte auf einer Alp Käse, schob Steine zu Türmen zusammen und liess mich (schaudernd) von Hofhunden abbellen, wenn ich beim wandern in ihr Revier stiess.
Traf Madonnen, gepflegte Grotten mitten im Wald, ass Abends Oliven-Käse-Brot, trank Wein dazu und schlief vor Müdigkeit fast am Tisch ein.
Hatte gehörig und heftig Herzklopfen, wenn nur eine Brücke über eine Schlucht führte und ich sicher war, das nicht zu schaffen.
Streichelte Katzen, die ich unterwegs traf  und holte mir fluchend Kratzer an den Beinen, wenn ich mich durch Brombeerstauden zwängte, weil ich eigene Wege gehen wollte.

Und ich war, und vor allem, Still.
Trotzdem wach mit allen Sinnen unterwegs.

Jetzt bin ich wieder zuhause, die Taschen voller Sterne, Kuhmist, Brücken, Bergen und (wieder mal) unsortierten Gedanken.

-Danke Susanne. Dass du mir, ohne mich zu kennen, deine Wohnung zur Verfügung gestellt hast. Ohne dich hätte ich keine Sterne pflücken können-

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Ein Gedanke zu “Sommersonnewasser

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