Schreiben

Unsichtbar

Manchmal ist man unsichtbar. Das ist nicht wie nicht da sein. Man ist da. Irgendwie. Nur sieht man einen nicht.

Man bewältigt das Leben, geht arbeiten. Verdient Geld. Geht Reisen, liest Bücher. Geht mit dem Hund neue Wege und alte Wege. Und man schreibt, immer, weil man nicht anders kann:
Als ich mich vermehrt auf ein Buchprojekt konzentrierte, das inzwischen im Müll landete, fehlte mir die Zeit, um zu bloggen.

Du kannst nicht auf zwei Hochzeiten tanzen !

Sagte mir ein Freund. Konzentriere dich auf eine Sache, sonst hast du zwei halbe Sachen und nichts richtiges.
Darum die Stille hier. Aber ich war trotzdem ein bisschen da.Habe euch beobachtet, so ein wenig. Immer darauf geachtet, dass man  mich nicht ertappt.

Inzwischen bin ich bei einem neuen Projekt angelangt. Momentan überarbeite ich das zweite Manuskript. Stendal, oder ein anderer Schriftsteller, soll seine Werke bis zu zwanzig Mal überarbeitet haben, bis sie bereit für den Druck waren. Sagt mein Lektor und aufgrund seiner Expertise, hätte ich beinahe auch Script zwei  wütend verbrannt. (Das ist natürlich eine Metapher.Ich hätte einfach erneut auf DELETE gedrückt. Weg damit.)

Jetzt wisst ihr,womit ich mich beschäftige. Wenn ich nicht Geld verdiene, so ganz real. Oder lese. Oder mit dem Hund unterwegs bin. Oder reise.
Oder euch beobachte, ganz still und heimlich.

Ich bin wieder ein bisschen näher an euch heran gerückt.
Wenn etwas heute oder morgen euren Nacken kitzelt, bin ich das.

Herzlich,

Lila

Standard

19 Gedanken zu “Unsichtbar

  1. Frau Hummel schreibt:

    Schön, dieses Lebenszeichen von Ihnen. Am Anfang habe ich Sie schmerzlich vermißt aber inzwischen tut es nicht mehr ganz so doll weh. Alles Gute für Sie, ich freue mich über jede Zeile von Ihnen 🙂

  2. ach, darum musste ich vorhin niesen. dieses kitzeln!
    gemüllt? echt? hat das der lektor gesagt? nach dem lesen?
    eieiei .. vielleicht darum werde ich nie fertig mit einem manuskript …
    grüessli, soso

  3. Wie schön, dass du wieder da bist! Auszeiten dürfen doch sein, egal wovon und warum. Ich hab dich jedenfalls sofort wieder verlinkt und freu mich auf neuen Lesestoff von dir. Der muss auch nicht lektoriert sein. 🙂

    • Anhora 🙂

      Noch hier ?
      Ach wie schön euch alle wieder zu sehen.
      Ich komme mir grad ein bisschen vor wie an Weihnachten, der auf meinen Geburtstag fällt.

      Und die Texte hier, die kommen weiterhin von Herzen. Mit Fehlern drin. Unkorrigiert. Dafür total authentisch.

      Danke 🙂

      • Ja noch hier, immer wieder. Auszeiten nehm ich mir aber auch gelegentlich! Jedenfalls ist es schön, wenn gelegentlich wieder Herzenstexte von dir hier erscheinen. Ich hab sie immer gern gelesen.

    • Grüezi Frau Bukowski !

      Unkraut vergeht nicht. Nicht wahr?
      Schön, dass auch du nicht verloren gegangen bist: Jeder sagt dir, wie oberflächlich und schnelllebig so Verbindungen sind.
      Blödsinn.
      Alles Quatsch.

      Nimm doch noch vom Wein. Er steht dort drüben.

      LG !

  4. Ulla schreibt:

    Guten Morgen Madame,

    wie schön – ich freu mich sehr. Da hat mein Handauflegen geholfen …. nachdem ich so oft vorsichtig angeklopt habe – s.h. immer wieder dein Blog angeklickt – legte ich die Hand auf deine Blogseite und lockte …. „komm doch, zeig dich, schreib hier wieder was und erzähl wie es dir geht, erzähl von den Menschen auf deine ganz besondere Wiese, Frau Wortezauberin ….bitte. Ich vermiss dich.“
    Schon dein erstes Blog habe ich geliebt und gelesen, deine Geschichten sind unvergessen. Gut, dass du wieder ein wenig näher rückst.

    Alles Liebe wünscht dir

    Ulla

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