Schreiben

Algarve

Die Füsse stecken im Sand, er ist warm und weich. Die Wellen spülen Muscheln und kleine Steine an, die sich nicht wehren können. Deine Schultern brennen, obwohl du sie mit Sonnencreme eingeschmiert hast.
Soll ich nach links gehen oder nach rechts? Auf beiden Seiten gibt es um diese Jahreszeit kilometerweite leerer Strand.
Hinter dir sind diese roten Felsen, im Licht der untergehenden Sonne leuchten sie in allen Fazetten von Orange bis Dunkelbraun.

Zwei Fischer. Ein halbes Dutzend Jogger. Mehr nicht.

Am nächsten Tag Faro, Bummeln durch die Altstadt. Maurische Architektur, Kacheln an den Wänden. Die Gebäude sehen aus wie aus 1001 Nacht. Niemand hat Geld hier, sie zerfallen zu Staub. Du kannst die Signora sehen, die oben auf dem Balkon stand. Die Brüstung aus Metall steht noch. Sie hat alle Liebhaber abgewiesen, die Melancholie umschlang ihr Herz wie das Unkraut ihren ehemals gepflegten Garten.
Aus dem Lokal nebenan dringt Musik. Fado. Traurige Gesänge, die ich nicht verstehe. Kein einziges Wort verstehe ich davon.

Ich nehme die Geschichten der Häuser mit, jene der Fischer, der Felsen und des Meeres. Am Ende der Woche in der Algarve glaube ich, den Fado zu verstehen. Intuitiv. Ihn zu spüren.

Wenn man reist, kommt man immer anders zurück.

Ps. Die wohl schönste Art die Algarve zu entdecken, ist von der Honigfarm aus. Herzlich, mit Stil und ökologisch Nachhaltig.

http://www.quintadomel.com/quintadomel/EN/home.php

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