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Die Würde des Menschen

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Was ich hier mache?
Nun, ich schreibe die Nationalitäten der Menschen auf, die in den letzten Jahren mit mir zusammen gearbeitet haben.
(Wir sind eine soziale Institution und erfüllen unseren Auftrag, Leute zu beschäftigen, ohne auf ihre Herkunft zu achten,)
Sie alle sind Menschen wie du und ich: Sie lieben ihre Kinder genau wie ich meine.
Uns unterscheidet nichts und wenn doch, dann sind es die nationalen Unterschiede ihres Landes und der Traditionen.
Spannend, wenn man sich neugierig und offen darauf einlässt.

Sie sind nicht besser als ich, aber auch nicht schlechter.

Und wenn sie auf der Flucht sind, dann brauchen sie unsere Unterstützung. Weil niemand freiwillig seine Heimat verlässt nur aus Spass.

Heute fragte ich eine Frau, woher sie kommt. „Aus Aarau.“ Erwiderte sie. Ich deutete an, dass mich die Herkunft interessiert. „Syrien.“ Sagte sie und ich wir kamen ins Gespräch. Eine Viertelstunde später lud sie mich zu sich nach Hause zum Essen ein.
„Selbstgekochtes Essen, wie Kurden essen. “
Ich freue mich schon auf den Abend und ich bin sicher, dass wir feststellen werden, dass uns ganz viel verbindet.
Weil wir in erster Linie Menschen sind. Nur das Land ist anders und niemand kann sich aussuchen, wo er geboren wird.

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7 Gedanken zu “Die Würde des Menschen

      • Ein simplifizierendes Weltbild, Minderwertigkeitsgefühle, Verlustängste… und das Erlebnis, in der Gruppe stärker zu sein, spielen dabei wohl eine Rolle, nehme ich mal an. Wir als Gesellschaft werden uns um beiden Gruppen kümmern müssen, die Flüchtlinge und die vom rechten Rand.

        • >>Wir als Gesellschaft werden uns um beiden Gruppen kümmern müssen, die Flüchtlinge und die vom rechten Rand. <<

          Vermutlich schon, ja.
          Weil wir Vorbilder sind. Und unsere Empathie viele Farben hat.

          Trotzdem habe ich oft nicht die Geduld, um mich mit der braunen Suppe auseinander zu setzen. Zuviel Wut und Aggression.

    • Entschuldige. Ich war gestern nicht mehr online und konnte auf deinen Beitrag nicht mehr antworten.

      Wenn wir weiter gehen, auch die Flüchtlinge, ich denke da besonders an die Kinder, werden später Hilfe brauchen. Traumatisiert und ….Erinnerst du dich an die Menschen, die aus dem Yugoslavienkrieg flohen? …Sie waren gestört und seelisch erschüttert.Was für Erwachsene werden aus solchen Kindermenschen? So gesehen, kommt noch einiges auf uns zu.
      Später.

      Ja. Später.

      In diesem Sinn: Hab einen schönen Tag.

  1. Toller Text! „Weil wir in erster Linie Menschen sind“. Ja!
    Ich hoffe, wir handeln auch so, menschlich; stellen Fragen, teilen das Essen, blicken über den Tellerrand…

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