Schreiben

Ayubowan

Das ist Singhalesisch und bedeutet : Ich wünsche dir ein langes Leben.

Ich war lange weg und ich kann nicht mit ein paar Sätzen zusammenfassen, was ich in dieser Zeit getrieben habe. Drei Jahre? Mir kommt es viel länger vor. Ich habe diese Pause gebraucht und genutzt, schliesslich blogge ich seit….Hmmm…2004 ?
Seit langer langer Zeit.
Damals galt man als Bloggerin noch als schräger Vogel, als Exzentriker. Man beäugte uns vorsichtig kritisch.
„Was ist das? Eine Art Tagebuch? Das kann dann jeder lesen…Wie schrecklich!“

Wir trafen uns gelegentlich in Zürich, so ein Dutzend Blogger, eine kleine Gemeinschaft, verschworen und mit dem starken WIR Gefühl, das Menschen haben, wenn sie wenige sind. Die meisten von damals schreiben nicht mehr, sie haben den Zug verlassen, als es ein Hype wurde.
Diese Menschen, gerade diese, sind heute enge Freunde und wir sind noch immer verbunden.

Ich schrieb und schrieb und schrieb. Irgendwann kam WordPress und die Leute wurden mehr.
Aus dem kleinen Tante Emma Laden wurde ein unübersichtlicher Supermarkt der geschriebenen Angebote.
Schliesslich verlegte ich mein Buch und ich war so damit beschäftigt, dass ich neben der Arbeit noch Texte korrigierte, löschte, neu schrieb und passend für die Herausgabe konvertierte. Ich hasste es!
Nicht den kreativen Prozess, sondern das Administrative dahinter: Ich wollte immer nur schreiben, aber nicht ein Dealer meines Projektes sein, Marketing betreiben. Das war und ist nicht  meins.

Ich fühlte mich übersättigt: Auch wenn man Tiramisu gerne isst, erträgt man davon nur eine gewisse Menge. Sonst wird einem schlecht. Nicht wahr?
Ich drehte mich um, schloss den Blog und ging.

Im wahrsten Sinn des Wortes, ich ging und entdeckte andere Welten, andere Kontinente, andere Menschen. Ich habe hinter Mauern geschaut, hinter Meere, hinter die Fassade der Menschen. Statt zu schreiben, habe ich fotografiert.
Es war eine Art des Fortgehens und verändert zurück zu kommen. Reisen ist Magie.
Denn ich begegnete unterwegs mir selbst.

Jetzt fragen sich die einen oder anderen: Ja. Ist ja alles schön. Und warum bist du wieder hier?

Schreiben ist und war immer ein Teil von mir.
Die alten Schuhe passen nicht mehr, die habe ich weg geworfen. Aber die neuen sind auch ganz schön und sie fühlen sich gut an, sehr gut.

Dieser Blog heisst 1002 Geschichten . Ich bin jetzt bei 977 Storys, die ich veröffentlicht habe. Euch stehen noch 25 Geschichten zu.
Was danach ist…Saya tidak tahu. Wer weiss das schon 😉42912140_10216729637064413_715108949522644992_n

 

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